A u s t r a l i e n   2 0 0 6

Ein Tagebuch mit Bildern    oder    Bilder mit einem Tagebuch

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Für alle Anderen das Tagebuch mit vielen Hintergrundinformationen und teilweise Kommentaren zu den Bildern
Melbourne - Coober Peedy Litchfield Nationalpark - Kathrine Gorges Gold Coast + Stradbroke Island
Break Aways - Uluru (Ayers Rock) zum Great Dividing Range Cairns und Umgebung
Olgas - Kings Canyon Charters Towers - Brisbane Daintree Nationalpark (Regenwald und Mangroven)
Mac Donnells - Devils Marbles Brisbane
Kakadu Nationalpark Cleveland und Umgebung Einen Überblick (ausgewählte Bilder)
Achtung: Die Show beginnt immer wieder von Neuem, bis man sie abbricht
Das Laden kann etwas dauern. d.h. das erste Bild bleibt etwas lange, bis es weiter geht

Diashows created by IrfanView
 


Hier nun das Tagebuch mit Bildern und Bilderserien

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Erst mal ein paar australische Besonderheiten.
Aufs Bild oben klicken um mehr zu erfahren. z.B.
- unten auf der Erdkugel
- die Mondsichel
- das Wasser im Abfluss
- das grosse und schwere Geld

- die  Verkehrszeichen
- die Firma Hooker
Endlich da!
So sieht man den obersten Zipfel vom Flugzeug aus. Bis nach Melbourne dauert es allerdings noch 3 Stunden.

Mein Schwager Toni und ich wollen Australien vom unteren Ende bis etwa hierhin mit dem Auto aufrollen:
Barham (300 km nördlich von Melbourne) - Darwin und dann weiter nach Brisbane

Ein Grössenvergleich

Vom Melbourne bis Darwin ist es etwas gleich weit wie vom untersten Zipfel Griechenlands bis zum äusserten Zipfel Nordirlands.
Oder von Athen bis Oslo

Vom Darwin bis Brisbane wäre dies dann etwa vom
äusserten Zipfel Nordirlands bis an Rumäniens Schwarzmeerküste, via die Schweiz. 10'157 km waren es. Und Toni muss wieder nach Barham zurück. Nochmals 1600 km.
Weiter Der Zwischenhalt in Singapur
Zur Bilderserie Singapur: Links auf den Pfeil klicken
Donnerstag, 11. Mai 2006   Melbourne

Ein Wenig in Melbourne umher gewandert um (in Pullover und Jacke) den Bahnhof zu suchen. War nicht sehr weit aber der Falsche.
Himmel voll bedeckt und auch recht kühl. Stadtteil und Läden machten eher einen heruntergekommenen Eindruck. Im Hotel war Check-out time 11:00. Der Gepäckraum im Hotel flösste auch nicht gerade Vertrauen ein. Jeder scheint da hinein zu kommen. Meinen Computer wollte ich weder mit mir einen ganzen Nachmittag herumschleppen noch bereits am ersten Tag stehlen lassen.
Also bereits den Zug um 12:15 nehmen, um möglichst schnell nach Norden zu kommen, wo es wärmer sein soll. Hier ist halt vieles umgekehrt: Wärmer wird's gegen Norden, Sommer ist's an Weihnachten, der Mond steht Spiegelverkehrt, fahren tut man links, ja sogar die Fussgänger weichen einander gegen links aus!

(Man sagt, dass die Engländer Melbourne besonders lieben, das Wetter sei gleich Launig wie in England)
Freitag, 12. Mai 2006   Barham

Mein Schwager Toni wohnt in Barham, ein Ort am Murray River*. Im Sommer eine Touristengegend. Jetzt im Spätherbst eher verlassen.

Es ist nachts schon recht kalt und auch tagsüber kommt man nicht ins Schwitzen. Aber immerhin besser als im Wolkenverhangenen Melbourne. Hier scheint wenigstens die Sonne.

Noch ein paar Sachen packen, etwas einkaufen und dann gehts los.

* Wer kennt diesen Fluss? Dabei ist er länger wie der Rhein
Samstag, 13. Mai 2006   Barham - Claire

Zusammen unternehmen wir die grosse Reise in Toni's Auto. Übernachten werden wir in Motels, Roadhouses oder auch mal in einer Cabin auf dem Campingplatz. Im Gegensatz zu einem Camper braucht das Auto viel weniger Benzin; 7.58 l/100km über die 10'000 km die wir zurück legten.

Fahrt von Barham bis Claire. Wir fuhren durch flaches Land, zuerst nur Gebüsch, dann aber ein Weinanbaugebiet und auch Orangenplantagen. Für 2$ kauften wir einen grossen Sack Orangen. Wir wollten mit Öffnen noch etwas zuwarten. Hätten wir besser nicht getan. 1 Stunde später an der Grenze zwischen Victoria und South Australia eine „Grenzkontrolle“: Früchte abgeben, wegen eventueller Fruchtfliegen!
Sonntag, 14. Mai 2006   Claire – Port Augusta

Habe meine von Singapur her immer noch nassen Sandalen zum Trocknen raus gelegt. Der einzige Ort, wo die Sonne hin schien war der Kofferraumdeckel des Autos. Sie müssen jetzt irgendwo am Strassenrand liegen.

Besuch im Outback Museum

Es gäbe da auch noch ein riesiges mit Kohle aus der Region betriebenes Dampfkraftwerk, das 40% des Stromes von South Australia erzeugt. Früher konnte man es besichtigen. Heute müsste man sich voranmelden. Es wurde an eine amerikanische Firma verkauft....
Auch sonst ist Vieles Amerikanisch hier. Safeway, Woolworth, K-Mart, 7-Eleven
Montag, 15. Mai 2006   Port Augusta – Coober Pedy

Heute steht eine lange Fahrt an. 562 km. Uns ging beinahe das Benzin aus; die rote Lampe war schon an. Alles Outback und doch abwechslungsreich. Mal nur Gebüsch, dann wieder Bäume, zum Teil verkohlt oder angekohlt vom letzten Waldbrand.

Über lange Strecken Felder von wie Asphalt glänzende Masse. Was ist das? Überreste vom Strassenbau können es nicht sein, sie erstreckt weit ins Land hinein. Genaue Inspektion: Kleinere und grössere Steinchen, fast Kügelchen von dunkelbrauner Farbe liegen auf der Erde. Von der Seite her sieht das dann wie eine kompakt, glänzende Fläche aus. Mehr:
Aufs Bild klicken. In der Bilderserie siehst du 2 Bilder davon, oder hier klicken um nur diese 2 Bilder anzusehen.
Übrigens: Man richtet sich auch auf fremdsprachige Touristen aus: Letztes Bild der Serie oder hier klicken
Dienstag, 16. Mai 2006   Opal Minen in Coober Pedy

Am Morgen Besuch in einer Opal Mine. Es gibt verschiedene Touren, wo man im Bus herumgekarrt wird und dann auch solche wichtigen Dinge, wie einen Golfplatz in der Wüste besichtigt. Nein Danke! Da wäre auch noch eine alte stillgelegte Opal-Mine von 1916 zu besichtigen.

Wir entschlossen uns eine moderne heutige, im Betrieb stehende Opal Mine zu besichtigen. Und ich bereue es nicht.

Wir hätten auch noch gerne einen Rundflug durch die Gegend gemacht, aber liessen es bleiben. Optimal wäre die Sicht gegen Abend und so lange wollten wir nicht warten.
Übernachtet hatten wir in einem Underground-Hotel

D.h. in alten Tunnels stillgelegter Opal-Minen.
Hier soll es im Sommer auch ohne Air Condition angenehm kühl sein.
Dank "Kaminen" erhalten die Zimmer frische Luft.
Mehr in der Bilderserie

Angeblich sollen auch Leute so wohnen. Wir sahen aber trotzdem auch konventionelle Häuser, Hotels und Motels

Überall "Maulwurfshügel", nur Einiges grösser.

Nur, wo soll man bohren?
Zuerst werden pro Claim 50 x 50 m so 10 bis 20 Löcher in den Boden gebohrt. Erst dann bohrt man in horizontal weiter, und das nur dann, wenn man überhaupt fündig wurde. Die Löcher bohren kostet um die 5000$. Erst muss man aber einen Claim kaufen. 48.50$, gültig für 3 Monate. Nachher kann man erneuern. Bedingung ist, dass man dann auch buddelt.
Wo die horizontalen Tunnels graben?

Hier hilft die Methode Wünschelrute! Damit kann man den Verlauf der Adern bestimmen.
Das geht so: 2 abgewinkelte Messingstäbe.
Einer in jeder Hand. Lose nach vorne halten.
Dort wo es Adern hat drehen sie nach Aussen.

Kein Witz. Bei mir funktionierte dies prima. Auch wiederholt, immer an der selben Stelle. Bei Toni und den anderen Besuchern ging’s nicht. Soll, gemäss Gide, nur bei Leuten funktionieren die Magnetismus im Körper haben. Soll, gemäss Gide, auch mit Eisen, gebogenen Kleiderbügeln oder gar Holz funktionieren.
Da wird mit einer Tunnelbohrmaschine das Material abgetragen, das Material kommt in ein Rohr und wird dann mit einem riesigen Staubsauger an der Oberfläche abgesaugt, Die Maschine ist nicht eine Tunnelfräsmaschine wie am Gotthard, sondern lediglich eine sich horizontal drehende Walze mit Spikes. Sobald der Maschinist ein Opal-Ader sieht muss er anhalten. Von jetzt an ist es Handarbeit. Da die Opal aber in Schichten vorkommen, wird der Rest weg gesprengt.

Die Maschine im Betrieb im Video: Hier klicken
0801_BreakAways__t.jpg
Wir fahren weiter bis nach nach Marla.
Ein Kaff mit Tankstelle und einem Motel, wo wir auf dem Weg nach dem Ayers Rock (Urulu in der Sprache der Aboriginals) übernachten.

Erst aber einen Abstecher zu den Break-Aways.
10 km gute Naturstrasse, geht auch ganz gut ohne 4-wheel drive.
Plateauförmige Hügel, die mit steilen (abgebrochenen) Flanken. Und das in zarten unterschiedlichen Pastellfarben. Darf man nicht verpassen.
Mittwoch, 17. Mai 2006   Marla – Ayers Rock (Uluru)

Fahrt durch den Outback bis Ayers Rock Resort.

Outback und trotzdem immer wieder wechselnde Landschaftsbilder.
Überhaupt nicht langweilig.

Aufs Bild klicken und es kommt eine ganze Serie Landschaft durch die wir kamen.
0920_Roadkill__t.jpg
Immer wieder überfahrene Kängurus am Rand oder gleich mitten in der Strasse.
Vögel, oft sogar ein Adler tun sich daran gütlich und weichen erst kurz bevor das Auto da ist.

Wollte das Ganze mal von Nahem fotografieren
Zu Fuss hin.
Vögel fliegen schneller weg, als wenn ein Auto käme.
Warten: Sie kommen nicht.
Auto kommt, ich ducke mich.
Sie bemerken die Finte. Kommen nicht zurück.
Mir ist es verleidet und ich laufe weg. Sie kommen erst, wenn ich schon weit weg bin.
Was hat Australien mit Kamelen zu tun?

Nun, die kamen in de Pionierzeit als Lasttiere ins Land. Sie eigneten sich vorzüglich um den Outback zu erforschen. Als sie nicht mehr gebraucht wurden wurden sie frei gelassen. Die Tierschutz würde wahrscheinlich sagen, man überliess sie ihren Schicksal. Offensichtlich war das Schicksal nicht so schlecht. Sie vermehrten sich prächtig.

Das ist allerdings das Einzige, das wir sahen.

Es hatte ausnahmsweise mal geregnet, dann kommen die Tiere nicht so nahe an die Strasse. Das Gras an der Strasse ist jetzt nicht mehr grüner.

Ayers Rock Resort

Wir wurden x mal von den hohen Hotelpreisen gewarnt. Also vorher übernachten. Das am nähesten liegende Motel oder Roadhouse ist 85 km vorher. Ein nicht gerade einladendes „Motel“ (Markus würde dem Schrotel sagen) und den Sonnenuntergang am Ayers Rock könnten wir dann auch gleich vergessen. Es ist erst etwas nach 14 Uhr und sich da die Zeit tot schlagen? Forget it!

In Ayers Rock Resort gibt’s sehr schöne Hotels, das Zimmer von 298 $ an aufwärts. In dem für 298 gibt's nicht mal Zimmer mit 2 Betten. Aber es hat auch ein Zeltplatz. Da gibt's Cabins. 2 kleine Zimmer und Küche mit dem hier in Motels üblichen Kühlschrank, Wasserkocher, Toaster. Aber auch noch Mikrowelle und Herd. Nur WC und Dusche sind halt auf dem Campingplatz. „Nur“ 150$. Wir beschliessen bei diesem günstigen Preis für 2 Nächte zu bleiben.
Das Resort ist wirklich einmalig. Wunderschön angelegte Wege auf dem Sand, zwischen den Wüstenpflanzen.
Donnerstag, 18. Mai   Ayers Rock (Uluru in der Sprache der Aboriginals) und Olgas

Ayers Rock bei Sonnenuntergang fotografieren?. Ging gestern ganz schön in die Hosen. Nichts von rot strahlendem Felsbrocken. (Soll übrigens 6 km in der Erde stecken, nur die Schmalseite guckt heraus)

Es sah nicht danach aus, als ob es heute mal besser würde. Sie ging auch, nur der Stein wollte auch dieses mal nicht rot werden. Dabei müsste er doch, wenn man ihn auf den Postkarten sieht. Na ja, heutzutage kann dem ja nachgeholfen werden.

Aufs Bild klicken und es kommt eine ganze Serie von Bildern des Ayers Rock, wie man ihn kennt, inkl. in der Abendsonne



Donnerstag, 18. Mai   Ayers Rock (Uluru) und Olgas

Frühmorgens zum  Ayers Rock um diesen zu umwandern. 4 bis 5 Stunden soll es dauern. Wohl für ganz ungeübte Wanderer und das erst noch in grosser Sommerhitze gedacht. Soll im Sommer bis 45° werden. Auch wird empfohlen immer Wasser mitzunehmen und pro Stunde einen Liter zu trinken. Bei 5 Stunden also noch extra 5 kg mitschleppen. Unser Wasser blieb im Auto. So lässt sich unbeschwert vom jeglichem Ballast wandern. Man kann ja vorher und nachher genügend trinken. Schweizer (also wir) schaffen es übrigens in 2½ Stunden.

Das Bild oben anklicken, und du kommst mit uns auf den Rundgang. Hier sieht man die vielen Löcher im Fels.

Der Uluru, wie er bei den Eingeborenen heisst, ist deren heiliger Berg und man sollte ihn eigentlich nicht besteigen, um deren Geister nicht zu stören. Gegen Bezahlung kann man aber trotzdem. Erinnert stark an die Ablasszettel der katholischen Kirche.

Allerdings wird er auch bei schlechtem Wetter gesperrt oder auch Nachts und früh Morgens, da wegen des Taus sehr glitschig. 2 versuchten es trotzdem. Sie fielen zwar nicht der Rache der Götter zum Opfer, aber dem Bussenblock der Ranger. 4000 $ soll der Spass pro Person kosten. Ein etwas teures Souvenir. Dagegen sind selbst die Hotels im Resort recht preiswert.

Am Berg selbst hat es immer wieder heilige Abschnitte, einmal für die Frauen, einmal für die Männer. Heute eingezäunt und mit Warnschildern, Englisch, Japanisch, Französisch, Spanisch und Deutsch. Busse bis 1000 $ für die, die die englische Warnung verstehen, für alle Übrigen bis 5000.
Hier klicken für die Anzeigetafel

Die Fliegen sind wirklich eine Plage. Auch Augen, Nase und Mund verschonen sie nicht. Nur bei heftigem Wind hat man Ruhe. Wir wollten eigentlich gleich zu den Olgas weiter fahren. Wir fuhren nochmals ins Resort zurück. Dort gibt’s Hut mit eingebautem Fliegennetz. Ich sehe nun wie ein Imker aus, wie die meisten anderen Touristen auch. Nur Toni kommt ohne aus. Er lebt ja schliesslich schon seit 30 Jahren mit diesem Getier und vertreibt es ab und zu mit dem typisch australischen Gruss (Rechte Hand vor’s Gesicht und dann so was ähnliches wie Winken) oder mit der "Fliegenklatsche".

Für das Video mit dem australischen Gruss von Toni: Hier klicken, von mir: Hier klicken


Olgas

Am Nachmittag die Olgas, für mich Mückenfrei und ohne australischen Gruss. Eigentlich dasselbe Gestein, aber halt in mehreren Stücken, dafür schön abgerundet und man kann da auch mal zwischen durch. Hier waren unsere sportlichen Ziele nicht mehr so ambitiös. Den Rundweg liessen wir Rundweg bleiben. Ist nämlich nicht so ganz eben und da kann man sich ganz schön einen Fuss verkegeln. Wozu?

In 2 Stunden ist Sonnenuntergang. Wäre eigentlich ganz schön die Olgas bei Sonnenuntergang zu fotografieren. Beim Ayers Rock ging das gestern ganz schön in die Hosen. Nichts von rot strahlendem Felsbrocken. (Soll übrigens 6 km in der Erde stecken, nur die Schmalseite guckt heraus) Es sah nicht danach aus, als ob es dieses mal besser würde. Also nicht 2 Stunden warten. Zurück zum Ayers Rock, schliesslich geht auch dort die Sonne unter. Sie ging auch, nur der Stein wollte auch dieses mal nicht rot werden. Dabei müsste er doch, wenn man ihn auf den Postkarten sieht. Na ja, heutzutage kann dem ja nachgeholfen werden.

Freitag, 19. Mai 2006   Ayers Rock – Kings Canyon

Heute Fahrt zum Kings Canyon. Ein Must, wenn man schon mal in der (für australische Verhältnisse) Nähe ist. Nur zusätzlich 165 km hin und wieder zusätzliche 165 km zurück.

Wir sehen uns das Canyon mal kurz an.

Auch wieder ein Ressort wie am Ayers Rock, nur viel kleiner. Dieses mal nehmen wir das Motelzimmer. Nur noch 228 $, aber wirklich sehr schön. Abend essen wir mal im Restaurant. Für 45 $ ein grosses Buffet mit viel Auswahl, auch Dinge wie Crevetten und Crab und ein schönes Dessertbuffet. Für mich die Krönung eines Essens. Nicht nur Mastiges, sondern auch viel Früchte!

Samstag, 20. Mai 2006   Kings Canyon – Alice Springs

Morgens mal etwas früh aufstehen. Wir wollen nämlich den grossen Weg (Rim Trail) rund ums Canyon unter unsere Füsse nehmen, solange es noch nicht heiss ist.. 3 Stunden soll das dauern und dieses mal brauchten wir diese auch. Zuerst ein steiler Aufstieg über eine Art Treppen. Das Gestein ist ohnehin schichtartig und da liess es sich ganz gut ein wenig korrigieren um ein Ersteigen zu ermöglichen. Wirklich sehr gut gemacht und doch irgendwie einzigartig. Von oben wunderschöne Aussicht ins Canyon.

Also wenn man schon mal beim Ayers Rock ist, darf man das Kings Canyon nicht auslassen. Es ist auf seine Art ebenso schön, sofern man auch den Rim Trail geht.

Dann am Nachmittag Fahrt durch den Outback nach Alice Springs. Auch hier wechselt der Outback immer wieder sein Gesicht. Es soll auch viele Kamele (früher mal freigelassen) und natürlich Kängurus geben. Wir haben bisher nur ein einziges gesehen, das mal weit vorne über die Strasse hüpfte, aber Dutzende, die dies letzte Nacht ein letztes mal getan haben und jetzt als Vogelfutter am Strassenrand oder sogar mitten in der Strasse liegen.
Abends dann Suche nach einem Motel. Hier in Alice Springs lohnt es sich ganz besonders gut hinzusehen. D.h. das Zimmer zuerst anzusehen. Ohne wären wir in einer richtigen Bruchbude gelandet, obwohl aussen fix (nur innen nix)



Sonntag, 21. Mai 2006   Alice Springs, Fahrt zu den Western MacDonnels

Zuerst wollten wir einen Ruhetag einschalten und uns nur etwas in Alice Spring umsehen. Die MacDonnels wären dann am Montag an der Reihe gewesen. Zum Glück gingen wir doch noch heute. In der Nacht hörten wir es prasseln: Kaum zu glauben, es regnete, und wie!

Die MacDonnels sind ein Gebirgszug und da gibt es Durchbrüche, mit den roten Felsen, Wasserlöchern, schroffen Abbrüchen farbigen Gesteins, wo die Aboriginals ihre Farben (Okker) her hatten. Den Ersten dieser, die Simpsons Gap liessen wir aus, um sie am Rückweg zu „nehmen“, wenn noch genügend Zeit vorhanden ist, oder dann am nächsten Tag. Es war nicht genügend Zeit vorhanden, also fuhren wir daran vorbei. Morgen ist ja auch noch ein Tag und es sind nur 20 km.

Zuerst aber Bilder von der Fahrt durch den Outback, dann von den einzelnen Schluchten. Auf Bild links klicken


Australischer Roadtrain


Montag, 22. Mai 2006   Alice Springs – Tennant Creek

Der Simpsons Gap fiel damit buchstäblich ins Wasser. Wir beschlossen schon heute nach Tennant Creek weiter zu fahren. Und es regnete fast den ganzen Weg. Nur bei den Devils Marbels (Teufels Murmeln) hatte die Sonne (oder der Teufel?) ein Einsehen und lies die Sonne scheinen. Überall liegen rund grosse Steine herum, um Teil aufeinander geschichtet. Farbe, wie überall: rot.

Das Rot all dieser Steine und auch all der Felsen, die wir bereits bestaunt hatten, hat eine besondere Bewandtnis: Sie sind eigentlich grau, wie anderswo auch. Nur an der Oberfläche rosten sie, da sie viel Eisen enthalten. Je länger sie dem Wasser ausgesetzt waren, je dunkler. Daher dieses fantastische Farbenspiel.

Heute Abend übernachten wir mal wieder in einer Cabin auf dem Campingplatz. Hier hat man nämlich Cooking Facilities. So können wir unseren Vorrat an Spaghetti und Gemüse noch aufbrauchen.

Anschliessend noch eine „lebendige“ Vorführung eines Aboriginals über ihren Speiseplan. Z.B. Raupen, die sie dann roh essen oder lebendig in der Asche eines Feuers braten. Man durfte (aber musste nicht) kosten. Aber auch über Heilpflanzen und sonstiges „Gemüse“ wurde gesprochen. Wusstet ihr, dass man die Beeren der Mistel essen kann? Zum Glück hatten wir bereits vorher gegessen.
Der Mann erwähnte dann aber auch: „Weshalb sich all die Mühe machen, wenn es heute Take Away Pizza gibt?  Also er gehe jetzt auch nach Hause und esse noch eine Pizza.

Dienstag, 23. Mai 2006   Tennant Creek – Katherine

Heute steht eine lange Fahrt an: 727 km mit einem Abstecher nach Manatanka Thermal Pool. Der Outback wechselt sein Gesicht. Zuerst blühende Sträucher (vom Regen?) dann wird das Gras immer grüner und wir fahren durch Wald. Nicht so wie bei uns; Bäume etwas niedriger und vor allem nicht so dicht beieinander.

In Katherine wollen wir etwas ausserhalb übernachten. Wir erwischen eher eine Bruchbude, obwohl es eine historische Homestead ist. Heute ein Campingplatz, wo es auch Cabins zu mieten gibt. Diese Cabins waren zwar nicht historisch, aber doch recht abgewohnt und sogenannte Budget Rooms. Die Flut scheint dann auch noch das Ihrige dazu beigetragen zu haben.

Termiten begrüssen uns


Buschbrand hautnah


Bootsfahrt durch die Wetlands
Mittwoch, 24. Mai 2006   Katherine – Kakadu Nationalpark

Heute ist es zum Glück nur eine kürzere Fahrt. Hier übernachten wir in der Gagudju Lodge in Cooinda (Worte aus der Sprache der Aboriginals). Gewitzt von Gestern schaue ich mir das 192 Dollar Zimmer (Im Nationalpark ist es immer teurer) zuerst mal an. Wäre nicht notwendig gewesen. Wirklich schöne Zimmer.

Wir sind noch genug früh genug für eine Abkühlung im Swimming Pool (es ist 32º) und die letzte Bootsfahrt um 4:30 PM auf den Yellow Waters durch die Kakadu Wetlands. Einmalig. Der Führer konnte ganz nahe an Vögel und Krokodile heran fahren und wusste auch Einiges zu erzählen. Von der Strasse aus ahnt man nicht, was da hinter den Bäumen zu sehen ist oder wäre.

Möglicherweise ist das die einzige Attraktion im Moment. Der Wasserstand in den Wetlands ist immer noch 3 m statt nur 1.50. Die Überschwemmung ist noch nicht ganz ausgestanden. Viele Strassen sind immer noch nicht befahrbar.

Die Sprache der Ureinwohner wird heute auch geschrieben. Und da die Einführung des Alafabetes neueren Datums ist, wird alles genau so geschrieben wie es ausgesprochen wird. Nur müsste man die Regeln kennen. Sie scheinen weder mit den Englischen, noch den Deutschen übereinzustimmen. Einen Einfluss auf die englische Sprache, bzw. deren archaische Schreibweise hat dies bisher auch nicht gehabt.

Noch Etwas zu den Aboriginals: Diejenigen, die noch draussen im Outback leben sieht man kaum. Ab und zu einen Aboriginal als Ranger oder Bootsführer. Leider sieht man fast nur die gefallenen Aboriginals. Sie lungern, vom vielen Alkohol oft taumelnd in den Towns herum und pflegen oft eine sehr laute Sprache. Man hat das Gefühl sie hätten Streit untereinander. Sind sie selbst schuld? (Es sind ja weit nicht Alle in der Gosse gelandet) Oder die Weissen, die Ihnen den Alkohol brachten? (Aber ihnen diesen zu verweigern sei Diskiminierung wird argumentiert) Jedenfalls eine traurige Sache. Und für uns Weisse sind diese versoffenen Gestalten auch keine "härzigen Eingeborene" oder dergleichen, die das Herz ansprechen. Diese Frauen und auch Männer sind für meine Begriffe ausgesprochen hässlich und - man möge mir verzeihen - bestätigen Darwins Theorie, das der Mensch vom Affen abstamme.

Wir erleben einen Buschbrand aus der Nähe: Die Aboriginals haben diese seit tausenden von Jahren selbst gelegt. Damit wurde das Gestrüpp vorzeitig abgebrannt, bevor es einen grossen Waldbrand verursachen kann. Die Technik war, ein Viereck von allen 4 Kanten aus anzuzünden und die andere Seite frei zu machen, so dass das Feuer immer gegen die Mitte des Vierecks brennt und dann von selbst erlöscht.

Für das Video: Hier klicken

Ende


Gräber der Aboriginals?


Mamulakala Wetlands
Donnerstag, 25. Mai 2006   Kakadu Nationalpark - Darwin

Heute besuchten wir den Rest des Parks, soweit dies überhaupt möglich war. Zuerst Aufstieg zum Mirrai Lookout, von wo aus man weit in die Wetlands sieht.

Dann mal ins Visitor’s Center, wo wir feststellen, dass Strassen ganz gesperrt oder nur mit 4 wheel drive befahrbar sind. Wir fahren Richtung Ubir. Nur das letzte Strassenstück soll gesperrt sein. Schon nach ein paar Kilometern ist die Strasse überschwemmt. Wir wagen es nicht. Darin stecken bleiben, aussteigen und vom Krokodil gefressen werden, nein danke. Wir erinnern uns nur zu gut an das was auf den Mugs steht, die wir heute morgen gekauft hatten: Come to Yellow Water [Krokodil abgebildet aus dessen Maul gerade noch ein Arm herausschaut] You’ll never go anywhere else.

In Mamukala machen wir nochmals Halt.
Nur ein paar Meter von der Strasse entfernt und man sieht sie erst wenn man abzweigt.Ein etwa 3 km langer Pfad entlang den Wassern. Wir gehen trotz der drückenden Hitze. Man soll viele Vögel sehen. Wir sehen nur Wenige, hören aber wesentlich mehr. Es war es aber trotzdem wert.

Zu den Vögeln: Ich ass am Parkplatz einen Apfel und warf das Bütschgi unter einen Baum. Sekunden später hat es sich eine Krähe geholt. Ich hörte über mir ihre Flügel schlagen.

Am Abend Fahrt nach Darwin. Wir entschlossen uns da mal rein zu fahren und dort ein Hotel zu suchen. Erstens fanden wir nur wenige und die waren dann auch noch alle voll. Soweit Darwin.

Wir landeten nach Sonnenuntergang in einer Cabin in einem Caravan Park weit ausserhalb.  Im ersten Caravan Park hatten sie nur Budget Cabins. Das Wort Budget im Zusammenhang mit Roms und Cabins bedeutet nicht nur klein, sondern meist auch noch spartansich und oft auch schmuddelig. Wir machen auf der weiteren Reise einen grossen Bogen um solche Absteigen. Soo billig sind sie dann nämlich auch wieder nicht.

Riesen Termitenhügel


Litchfield Nationalpark


Kathrine Gorges
Freitag, 26. Mai 2006   Darwin – Katherine

Wir fahren direkt zum Litchfield Nationalpark. Darwin wollte uns nicht, wir wollen Darwin auch nicht.

Der Litchfield Nationalpark ist viel kleiner wie der Kakadu und bietet eigentlich mehr auf viel weniger Fläche, alles ohne die langen Strecken. Wasserfälle und Riesen-Termitenhügel.

Bei den Wasserfällen kann man Baden. Auch ein Nervenktzel. Immerhin soll es ab und zu mal ein Krokodil hier herauf schaffen. Es werde aber jeweils davor gewarnt und der Fluss gesperrt, sagt man. Ich liess es bleiben. Es war schon genug potentionelles Futter im Fluss drin.

Hier gibt es eine ganz besondere Sorte: Magnet Termiten. Ihre Bauten sind nicht rund, sondern flach. Eine Seite nach Süden, die andere nach Norden zugewandt. So können sie trotz Überschwemmungen überleben. Andere Termiten fliehen in der heissen Tageszeit in die unterirdischen Gänge. Hier geht das nicht immer. Diese Termiten haben einen inneren Kompass, der ihnen erlaubt die Richtung zu bestimmen. Die geflügelten Termiten, die ausschwärmen, um neue Kolonien zu gründen nehmen diese Erbinformation mit.


Samstag, 27. Mai 2006    Katherine – Hi Way Roadhouse

Heute stehen wir ganz früh auf. Wir wollen die 4-stündige Bootsfahrt durch die Kathrine Gorges (Schluchten) machen. Um 9:00 beginnt die Fahrt, 30 km ist es dahin und man sollte auch mindestens ½ Stunde vorher da sein. Im Hotel wollen wir buchen. Ausgebucht, aber für die 2-stündige Fahrt hat es noch Plätze. Also nehmen wir damit Vorlieb.

Auch diese Fahrt war es Wert geht sie doch bis zur 2. Schlucht, die die Imposanteste sein soll. Es war erst 11 und wir fühlten uns noch Fit zum Lookout aufzusteigen. Wieder die in Stein gehauenen Stufen. Dort ein Wegweiser: 2.8 km zum Visitor Center. Ist nicht so weit und wir müssen nicht denselben Weg zurück. Zuerst ging es mal immer wieder etwas Aufwärts statt Abwärts und auch die Richtung schien nicht zu stimmen. Wir dachte schon ans umkehren, wir waren bestimmt schon gegen die 2,8 km gelaufen. Da gings dann doch Abwärts. Jetzt 2 Wegweiser. 1.7 km zum Lookout, 2.3 km zum Visitor Center. Irgendwas stimmt da mit der Mathematik nicht. Wir erreichten dann aber doch noch das Visitor Center.

Auch anderswo hatten wir ähnliche Erfahrungen mit den km-Angaben gemacht. Ob es damals bei der Umstellung auf Meilen nicht so ganz geklappt hat und aus einer Meile manchmal einfachheitshalber 1 km wurde? Die Angaben waren nämlich immer zu kurz.

Nun gilt es aber den Weg nach Brisbane unter die Räder zu nehmen. Noch über 3000 km. Heute schafften wir die ersten 400.

Sonntag, 28. Mai 2006   Hi Way Roadhouse – Barkley Homestead

Heute heisst es km fressen. Schliesslich sind wir einen grossen Teil der Strecke schon mal gefahren. Wir übernachten frühzeitig, die Barkley Homestead ist das letzte Hotel. Nachher gibt es für 260 km nichts mehr.

Trotz der endlosen Weite immer wieder wechselnde Landschaft.
Es gibt viel zu sehen und auch viele Fotos.

Diese Nacht erwache ich; es beisst mich überall an den Beinen. Mückenstiche! Ist mir ein Rätsel. Habe gestern zwar 2 oder 3 kleine Mücken an den Beinen gesehen, aber nichts gespürt. Bis jetzt gab’s ja nur die Fliegen. Die sind zwar lästig, aber stechen nicht. Komisch: Toni hat keine Stiche, ob’s an meinen kurzen Hosen lag, oder irgend ein Viech im Bett? Die Stiche werden mich noch 2 Wochen lang plagen.



Montag, 29. Mai 2006   Barkley Homestead - Cloncurry

Auch heute: km fressen, wir wollen ja zu Chäp in Brisbane. Zwischenziel: Mount Isa. Hier gibt es Bergwerke aber auch Verarbeitung. Wir fuhren vor’s Eingangstor von der Zinnmine von Georg Fischer (Schweiz?). Aber es gibt allem Anschein nach keine Führungen. Immerhin, mitten in der Stadt einen Aussichtshügel wo man das Hüttenwerk und die Stadt sehr schön sieht. Auch die Sonne scheint wie immer prächtig. Daran kann man sich wirklich gut daran gewöhnen. Das Umgekehrte dürfte mir dann schwerer fallen.

Kängurus: Heute sichten wir das Dritte auf unserer Reise, das über die Strasse hoppelt. Die Anderen nennt man hier wie alles andere überfahrene Getier Roadkill. Nun auch da ein Erlebnis. Wie meist tun sich da Adler, Habicht, Falken und Krähen daran gemütlich. Heute störten wir einen besonders frecher Adler bei seiner Mahlzeit. Er flog wirklich erst weg, als wir schon auf der Höhe des Roadkills waren. Wir wichen aus, das Tier lag in der Strassenmitte. Er kam auch sofort wieder zu seiner Beute zurück. Wie hielten um die 100 m weiter. Ich stieg aus, machte eine Foto und wollte mich dann Nähern. Das letzte mal flogen die Krähen erst weg, als ich in die Nähe kam. Ich machte vielleicht 10 Schritte und der Adler nahm Reissaus.

Ich wundere mich übrigens nicht mehr, dass wir in der Schweiz keine Adler mehr haben. Die Roadkills fehlen. Vielleicht müssten wir mehr Wild überfahren. D.h. weniger oder gar keine Jäger mehr. Käme dem Tierschutz sicher gelegen, das Überfahren dann aber vielleicht doch nicht. Als Ersatz könnte man all die Kampfhunde über viel befahrene Strassen hetzen...

Wir übernachten in einem recht schönen ganz neuen Motel. Nur 80 $. Sieht auf den ersten Anblick gar nicht so aus. Vorne eine Bruchbude von Hotel, das am zusammenfallen ist, mit Liquor Store, Bar und Spielautomaten. Hinten das neue Motel. Kein Wireless Internet. Dafür ein Telefon mit Modem-Stecker. Ich kaufe beim Woolworth eine 30 Stunden Karte von dodo für 14.90$. Funktioniert halt langsam. Aber ich kann endlich meine Mails absenden. Mit sunrise freesurf will das von Australien aus nie richtig klappen.

Dienstag, 30. Mai 2006   Cloncurry – Charters Towers

Heute ist nochmals km-Fresstag. Charters Towers ist ein kleines historisches Goldgräber Städtchen mit einem gut erhaltenen Kern. Werde morgens noch Fotos machen. Am Abend gehen wir mal chinesisch essen. Im „The Golden Mine“. Ein reichhaltiges Buffet „All you can eat“ für 9.90 $!

Auch wieder ein tolles Motel. Best Westen, 85 $. Zwar kein High Speed Internet, aber ein Telefon mit Doppelsteckdose. Jetzt kann ich dodo fertig installieren. Juhui, jetzt geht SMTP. Ich kann jetzt endlich Mails schreiben und so versenden wie in der Schweiz, nur halt viel langsamer.

Mittwoch, 31. Mai 2006   Charters Towers – Airlie Beach

Auch heute eine weitere Etappe auf dem Weg nach Brisbane.

Airlie Beach ist ein Badeort und das „Dorf“ sieht nicht viel anders aus als auf den kanarischen Inseln. Im Hotel haben sie gerade High Speed Internet installiert und ich bin Versuchskaninchen, d.h. Der erste Gast, der es benutzt. Ich erhalte Access für den ganzen Tag zum Preis eine Stunde (5 $). Wir sehen Teile von Tagesschau, Kassensturz, MTW und ich sende viele Mails.


Zuckerrohr

In Queensland ist Zuckerrohr ein der wichtigsten Pflanzen, die angebaut werden. Geerntet wir mit Maschinen und nicht von Hand mit Macheten. Die Rohre sind sehr stabil und hart. Ähnlich Bambus.

Interessant ist der Abtransport mit super-schmalspurigen Eisenbahnen.

Auf den ersten Blick sieht so ein Zuckerrohrfeld aus wie ein Maisfeld.

Donnerstag, 1. Juni 2006   Airlie Beach – Yeppoon

Noch 2 Tage bis Brisbane. Dies ist der 2.Letzte. Wir sehen auf dem Weg die Verladeeinrichtungen für Kohle in Hay Point an. Wir sind uns nicht ganz sicher, ob man hier überhaupt durch darf. Aber vorne hat es viele Erklärungs-Tafeln die wohl nur für Touristen gedacht werden können. Ist mindestens meine Interpretation um Toni's Bedenken auszuräumen.

Die Eisenbahnwagen, bis oben mit Kohle gefüllt schleichen langsam vorwärts und werden von unten her automatisch entleert. Die Kohle wird dann mit Förderbändern zu den Schiffen befördert. Leider waren im Moment keine Schiff dort; sie warteten alle ausserhalb des Hafens. Die Kohle soll hauptsächlich nach Japan gehen.

Freitag, 2. Juni 2006   Yeppoon – Brisbane (Cleveland)

Heute wollen wir Brisbane erreichen.

Nun sind wir in Brisbane, resp. In Cleveland bei Chäp angekommen.

Das wäre dann das Ende dieser Reise. Toni fährt in ein paar Tagen nach Barham zurück.
So um die 1'600 km.

Cleveland

Da wohnt Chäp mit seiner Familie. Ein typisch australische Town. Alles 1-stöckige Häuser, selbst die Mall im Zentrum. Sicher gibt es Unterschiede, aber die Bauweise ist doch sehr ähnlich Nordamerika.

Für einen Rundgang: Bild links anklicken.

Sonntag, 4. Juni 2006   Mt. Tamborin

Heute ist ein Ausflug auf den Mount Tamborin  (580 m üM) angesagt.

Hier gibt es auch noch Regenwälder, die noch nicht der Zivilisation zum Opfer gefallen sind.

Links das Bild einer Würgefeige /Fig Tree) Der Samen nistet sich oben in einem Wirtsbaum ein und beginnt wurzeln zu schlagen. Es werden immer mehr und der Wirtsbaum wird schlussendlich erwürgt. Die Würgefeige bleibt.

Die Rundfahrt im CityCat


Die Stadt entlang des Brisbane Flusses


Die Eisenbahn von Cleveland nach Brisbane fährt alle ½ Stunde
Dienstag, 6. Juni 2006   Brisbane

Ausflug mit Toni und Catherine nach Brisbane: Hinweg Bahn, Rückweg Bus. Je ca. 1 Std. Die Bahn ist etwas schneller, obwohl sie einen Umweg macht. Für 8.50 $ gibt es ein Tagesticket, das auch auf den Citycats (Katharamanen) gültig ist. Wir machten die ganze Rundfahrt auf dem Fluss. Ca. 2 Std. Hier sieht man die City etwas aus der Ferne und ohne den nervigen Strassenlärm. Erstaunlich der Anzug und die Geschwindigkeit dieser Dinger. Sie machen bis zu 50 km/h.

Donnerstag, 6. Juli 2006   Brisbane

Nochmals eine Stadtbesichtigung. Dieses mal zu Fuss. Gar nicht so schlecht dieses Brisbane. Man muss sich nur die Orte ohne Autoverkehr und deren bestialischer Lärm suchen: Auf der anderen Seite der Stadt, wo all die Hochhäuser sind.
Ist nicht weit, Brisbane liegt in einer Flussschlaufe, wie Bern. Zu meinem Erstaunen war da eine wunderschöne Uferpromenade, mit vielen Kaffees und Restaurants. Ganz im Gegensatz zum Flussufer auf der anderen Seite, das mit einer Schnellstrasse und Abzweigungen verbaut ist. Schön wäre wohl die Aussicht von einem der Hochhäuser aus. Immerhin so um die 40 Stockwerke habe Einige. Im oberen Teil sind alles nur Wohnhäuser. Keine Chance da rein zu kommen, es braucht einen Code für die Türe.

Weiter unten dann aber Bürohäuser. Mal ins Erste schön hohe rein. Es hat zwar einen Pförtner. Also einfach rein gehen und schnurstracks auf die Lifte in der Zone, die mit 25...38 angeschrieben ist zusteuern. 38 drücken. Es hat noch andere Passagiere, die vorher aussteigen, aber keineswegs Anstoss an einem Touristen nehmen. Trotzdem Fehlanzeige. Da oben gibt’s nur einen Korridor mit Türen zu Anwaltspraxen und Ähnlich. Es im nächsten schönen Gebäude versuchen. Ich stelle jetzt fest, dass jeweils sehr viele kleinere Firmen eingemietet sind. Der Pförtner ist nur Auskunftsperson, nicht Wachhund, wie z.B. bei einer Bank. Und hier, im 38. Stock eine Glastür, dahinter Ledersessel und eine Reception mit 2 Damen. Aber das Beste: Ein riesiges Fenster mit toller Aussicht über Brisbane und den Fluss. Ich frage, ob sie etwas dagegen hätten, wenn ich ein paar Fotos mache. Sie hatten nicht und es entwickelte sich auch noch ein Gespräch mit den 2 freundlichen Damen.
Dann aber weiter entlang der Promenade. Es folgte ein letztes verbliebenes Stück Mangrovenwald, wo ich auch lernte was es mit den vielen senkrecht aufstehenden Wurzeln auf sich hat. Und sie waren so schön im Sonnenlicht. Wenigstens hier gute Fotos, nachdem es im Daintree Regenwald nicht klappen wollte. Die Fotos sind im Kapitel Daintree


Montag, 12. Juni 2006   Ausflug zu den Springbrook Mountains

Heute ist hier ein Feiertag, Queens Birthday. Chäp, Cathy und ich fahren in die Springbrook Mountains. Da gibt es Wasserfälle und ein Stück Regenwald. Lunch in einem kleinen unscheinbaren Restaurant. Sie haben eine Speisekarte nach meinem Geschmack. 2 Seiten, davon eine ganze Vegetarisch! Ich probiere den Vegiburger. Hatte noch nie einen so grossen. Mit Salatblättern, Zwiebeln, Alfa-Alfa, Randen-, Gurken- und Rüeblischeibe und und.
Am Abend lud ich Chäp und Cathy ins indische Restaurant ein. Am Montag haben sie dort ein Buffet. Da kann man in der ersten Runde mal alles probieren und in der Zweiten dann zuschlagen. Hat uns alles geschmeckt. 17.50 pro Person. Kann man nichts sagen.

Dienstag, 13. Juni 2006   Ausflug nach Cape Byron

Es hat Wolken am Himmel. Chäp meint aber, dass wir es trotzdem wagen. Wir wollen zum Cape Byron, dem östlichsten Punkt Australiens, etwa 150 km von hier.. Wir holen Peter ab, der auch mitkommt. Je mehr wir uns dem Cape Byron nähern, je mehr Wolken. Dort regnet es dann auch. Wir gehen aber trotzdem zum Hügel mit dem Leuchtturm.


Mittwoch, 14. Juni 2006   Ausflug nach Surfers Paradise

Surfers Paradise ist ein Touristenort, wie man ihn in Spanien antreffen könnte. Allerdings, die Hochhäuser sind nur gerade entlang der Küste und (im Gegensatz zu Spanien) locker angeordnet, so dass das Vordere nicht dem Hinteren die Aussicht verdeckt. Hier steht auch Q1, das 20ig-höchste Gebäude der Welt und das höchste Apartment-Hochhaus.

Hin und zurück mit der Eisenbahn. Auf dem Hinweg begleite ich Kaspar jun., der sich mit Peter verabredet hat. Er steigt dann eine Station vor Nerang aus. Pro Weg sind es jedes Mal über 3 Stunden. 2 x Bahn, 1 x Bus. Wir/ich verpasse(n) jedes mal die Anschlüsse. Auf dem Hinweg lassen sie wegen einer Signalstörung einfach einen Zug aus, auf dem Rückweg bleibt zuerst der Bus in den roten Lichtern stecken und der 1. Zug ist zu spät für den Anschlusszug nach Cleveland.

Donnerstag, 15. Juni 2006   Ausflug zur Stradbroke Island

Warum zur Fraser Island in den Ferne schweifen, hier um 6 weg und erst gegen Mitternacht zurück, wenn das Gute so nahe ist? Auch Stradbroke Island ist eine Sandinsel und liegt praktisch vor der Haustür.
Chäp und ich nehmen die 11 Uhr Fähre, ein ganz neuer Katamaran. Leider müssen wir etwas lange auf den Bus warten. Wir wollen auf die andere Seite der Insel. Das Warten lohnte sich. Wir sahen lange Sandstrände, Delphine und Wale.

Dienstag, 20. Juni 2006    Cleveland – Cairns

Gut, dass ich abreise. Es regnet. Ich fliege Virgin Blue. So eine rationelle Abfertigung habe ich noch nie gesehen. Ein Empfangsdame weist die Leute an die Bildschirme, wo man die Buchungsnummer eintippt. (Ein eigentliches Billet gibt es nicht, nur einen Computerausdruck vom Reisebüro) Dann wird einem der Sitzplatz angezeigt und die Boarding Card heraus. Am Schalter gibt man nur noch das Gepäck ab. Die Strecke Brisbane – Cairns ist 1400 km und kostet Retour 338 $ für eine Strecke, die wohl Zürich - Kopenhagen entspricht.

Das „Hotelzimmer“ ist ein Appartement mit allem Drum und dran. 2 Zimmer, Küche mit Geschirrwaschmaschine und Mikrowelle, Bad mit Waschmaschine. Toll. Das Sonderangebot, das ich buchte war „bezahle 5 Tage und bleibe 7“ und das Flugticket zum Sonderpreis von 228 $.
Brisbane – Cairns ist 1900 km, was in Etwa Zürich - Stockholm entspricht. 

Ein Spaziergang auf der Esplanade


BBQ (Barbaque)


Downtown Cairns
Mittwoch, 21. Juni 2006   Cairns

Ich erkunde mal Cairns. Sieht aus wie andere Towns hier, mit flachen Gebäuden und Shops. Hier aber auf die Touristen zugeschnitten. Auffallend viele Travel Agents, die Fahrten zu den Riffs verkaufen wollen und Restaurants.

Am Meer vorne die Esplanade. Strand hat es keinen, sondern nur bei Ebbe sichtbarer Schlick auf dem sich Pelikane und andere Vögel gütlich tun. Früher sei hier Mangrovenwald gewesen, den man abgeholzt habe, wohl wegen freier Meersicht. Die Wurzeln kriegten sie aber nicht ganz raus. So spriesst es immer wieder und wird abgemäht.

BBQ (Barbaque), die grosse Leidenschaft der Australier.
Hier versammeln sich Familien und Freunde zum Picknick. Grillplätze gibt überall in ganz Australien. Gratis und selten liegt Dreck herum. Hier besonders luxuriös. Edelstahlplatten, von unten geheizt. Man braucht nur einzuschalten (Gratis, kein Münzautomat) etwas warten und das Fleisch, die Kartoffeln und das Gemüse drauf zu legen.

Donnerstag, 22. Juni 2006   Cairns

8 Uhr. Ich schaue aus dem Fenster: Wolken Regen und etwas Sonne. Alles gleichzeitig.
Im Fernsehen warnen sie vor Stürmen über Green Island. Ich geniesse das schöne Apartment und sortiere Bilder. Am Nachmittag tut’s plötzlich auf und ich gehe zur Esplanade.

Überall Prospekte für Kuranda, 500 m üM. Eine alte Eisenbahn führt dahin und neu auch eine Gondelbahn. Mit der Eisenbahn geht es 1½ Stunden pro Weg, und das für ganze 30 km. Sackteuer. 89 $ für ein Weg Eisenbahn, ein Weg Gondelbahn. Und vorher reservieren muss man auch noch und dann vielleicht bei miesem Wetter fahren. Heute Nachmittag kam ich im Park mit einem Pensionisten ins Gespräch, der dieses Kuranda über den grünen Klee lobte. All die vielen Souvenir Shops und die vielen Restaurants. Ist ja irre! Da kam in mir aber die Frage auf: Hat es eigentlich keine Strasse da hinauf? Es hat. Ich habe für morgen ein Auto reserviert.

In Cairns hatte ich 2 Erlebnisse, wo ich mal so richtig schön lästern kann.
Hier klicken für meine Beurteilung des hiesigen Kasinos, fast ein Oesterreicher Witz
Hier klicken für meine Erlebnisse mit dem Hyundai Gez (Was nützt ein Auto das nicht fahren will)



Freitag, 23. Juni 2006   Kuranda und Tablelands

Früh aufstehen und um 8 den
Mitsubishi Lancer abholen. Etwas über eine halbe Stunde und ich bin über die kurvige Bergstrasse oben. Kuranda hat dann aber trotz Souvenir Shops und Restaurants noch Einiges zu bieten. Ich mach den Walk entlang  des Flusses und durch den Regenwald. Etwas Weniges von diesen Regenwäldern ist noch übrig geblieben. In einem Bird Park mit vielen frei lebenden Vögeln kann man diese mal aus der Nähe betrachten. Angelockt werden sie mit Futter und weg fliegen können sie nicht. Oben ist ein Netz. Ich wollte schon gehen. Plötzlich ein Geschrei und die Vögel flattern in Schwärme wie wild herum. Irgend Etwas muss sie aufgeschreckt haben. Ich sicher nicht.

Dann geht es aber weiter durchs Alderton Table Land. Polizei am Strassenrand. Sie stoppen mich. Ich bin mir keines Vergehens bewusst. Habe die 100 wissentlich nie überschritten. War vielleicht irgendwo 80? Nein, Ausweis- und Alkoholkontrolle. Ich muss – das erste mal in meinem Leben - blasen, am heiter hellen Tag. Dann kann ich weiterfahren und der Polizist wünscht mir einen schönen Tag. Ich zeige übrigens nur den Schweizer Fahrausweis, nicht den Internationalen, wie auch beim Mieten. Ob es den Internationalen wirklich noch braucht?

Sehenswert sind die 2 ganz grossen Fig Trees. Fig Trees beginnen Oben auf einem Wirtsbaum zu wachsen und machen dann ihre Wurzeln nach unten. Immer mehr und erdrosseln langsam ihren Wirt. Diese 2 sind wirkliche Prachtexemplare. Leider begann es am Nachmittag zu regnen. Er hockte in den Bergen. Unten in Cairns ist wieder einigermassen schönes Wetter. Da wird mir auch bewusst wie gross Cairns ist. Ich habe vorher ja nur das Zentrum gesehen, Die Stadt wuchert einfach nach aussen. Alles flache Gebäude und viel Bäume, allerdings nicht so hoch wie unsere.

Abends Auto in der Stadt parkiert. Ich komme zum Auto zurück. Ohä Lätz: Alles verschiessen. Scheiben, Blech. Es muss nur so herunter geronnen sein. Die vielen Flying Foxes mögen zwar schön zum Ansehen sein, soweit man sie im Geäst überhaupt sieht. Mindestens hört man sie; ans Gekreische gewöhnt man sich. Aber der Dreck.... Ich muss das Auto nun halt verschissen abgeben, die Waschanlagen sind längst zu. Habe mich beim Vermieter entschuldigt und die Dame lachte nur: "Die Einheimischen wüssten eben wo parkieren und wo nicht." Kein Wunder war dieser Parkplatz als einer der Wenigen noch frei.

Daintree

Mangroven

Discovery Center
Donnerstag, 29. Juni 2006   Daintree Nationalpark

Es „seicht natürlich schon wieder. Was tun? Gegen 9 tut es im Norden etwas auf. Ich beschliesse mal los zu fahren Richtung Daintree, Cape Tribulation.

Nach Mosmann Zuckerrohr und nochmals Zuckerrohr. Dann eine Fähre und drüben ist eine ganz andere Welt. Ein riesiges Gebiet Regenwald. Soll eines der ältesten Australiens sein und mit der grössten Artenvielfalt. Die Strasse geht mitten durch, ist aber schmal und man kann nicht anhalten zum Fotografieren.

Im Daintree Discovery Center wurde der Regenwald für die Besucher erschlossen. Da kann man über Stege und einem Turm alle Höhenstufen des Regenwaldes betrachten. Recht gut gemacht.

Weiter gegen Cape Tribulation kommt dann der Nationalpark. Leider wird es schon dunkler und es kommt ein richtiger Platzregen. Ich kehre vorzeitig um. Am Abend stelle ich fest, dass die Fotos nicht mehr sonderlich gut sind.

Freitag, 30. Juni 2006   Nochmals Daintree Nationalpark

Ich fahre nochmals zum Daintree Nationalpark, um das gestern Verpasste nachzuholen. Interessant sind die Mangrovenwälder. Alles immer über Boardwalks erschlossen. Nur im letzten Teil, den ich gestern nicht mehr besuchte, aber auch im Biological Boardwalk ist wieder alles verhangen. Die Fotos werden etwas besser, aber auch nicht gerade umwerfend. Aber mit dem Ulead Photo Express kann ich dann doch noch etwas schöneres Wetter hinzaubern.

Ich fahre weg, nach ein paar km scheint die Sonne. Ich fahre nochmals zurück. Wolkenverhangen. Das ganze Spiel nochmals, dieses mal scheint weiter vorne die Sonne so richtig schön. Wieder Wolken. Ich breche die Übung ab und fahre nach Cairns zurück. Dafür wieder wunderbare Aussicht und Sonnenschein entlang der Küstenstrasse.

Strände

Ein paar Fotos von Stränden im Norden von Cairns auf dem Weg nach Port Douglas und dem Daintree Nationalpark.

Ob man hier immer baden kann?
Australien hat leider einiges unangenehmes Getier: Krokodile, Quallen, Giftschlangen,
und das in grossen Mengen


Meine Kamera blieb heute zu Hause. War mir zu riskant. Da war aber eine Unterwasser-Fotografin, die hat Fotos gemacht. Auf der Rückfahrt konnte man sie als kleine Bildchen ansehen. Noch vor Ankunft waren die Bestellten ausgedruckt oder auf CD gebrannt. Digital macht’s möglich.
Sonntag, 2. Juli 2006   Great Barrier Riff

Heute ist endlich der Tag wo’s zum Riff geht. 1½ Stunden im Katamaran raus, 5 Stunden auf der Plattform und wieder zurück. Eine Plattform hat den Vorteil, dass es weniger schaukelt. Bereits der Katamaran schaukelt weniger als ein normales Schiff. Einige wurden aber trotzdem Seekrank. Da die See heute morgen doch noch recht rau war, priesen sie Pillen gegen Seekrankheit an. „Medicated“, also Chemie für 3 $ und Natürliche (Ginger Extrakt) für 70 ¢. Ich nahm sicherheitshalber die Natürlichen und überstand die Reise sehr gut.

Schön war’s! Man ist zum Teil höchstens einen Meter über den Korallen und dann sieht man wieder tiefe Abgründe. Aber auch da gibt es vieles zu entdecken. Im Preis war auch ein Lunch Buffet inbegriffen. Nachher gab es Fütterung der Delphine und anderer Fische. (Nein nicht mit den Resten des Lunch Buffets) Es sind mehrere Delphine die so jeden Tag zur Fütterung kommen, und zwar zwischen die Leute. Kinder können sie streicheln, so zahm sind sie.

Interessant war auch eine Fahrt mit dem Semi Submarine. Ein Schiff, wo man im Rumpf unten sitzt und aus den grossen Fenstern in Etwa dasselbe sieht, wie mit dem Schnorchel. Vielleicht etwas weniger nah. Die Farben sind etwa so, wie man sie aus früheren Unterwasser-Filmen kennt. Heute sind die Farben ja viel „besser“, d.h. man hilft da offensichtlich mit dem Computer nach.

Montag, 3. Juli 2006   Cairns

Heute ist der letzte Tag. Das Auto ist abgegeben. Ich wandere schon früh durch Cairns und mache letzte Fotos, u.A. auch von den Katamaranen die aufs Riff raus fahren. In der Stadt gerate ich in eine Tanzaufführung von Aboriginals und verweile dort ein Weilchen. Für mich sehen alle diese Tänze gleich aus, ob Indianer, Neger oder eben Aboriginals. Irgendwie sollen die Bewegungen und Gesten der Überlieferung ihrer Geschichte dienen. Ich kann damit nicht viel anfangen. Habe es aber trotzdem mit meinem Fotoapparat gefilmt:
Tanz 1: Hier klicken
Tanz 2: Hier klicken
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Das fiel mir auf 
Die E-Nummern auf den Lebensmitteln gibts auch hier, nur wurde das E weggelassen

Schokolade gibts auch hier. Hab mal eine Cadbury - die hier am verbreiteste Marke - probiert. Fantastisch, man kann sich hier das Schokolade-Essen abgewöhnen! Irgend ein penetranter Fremdgeschmack kommt durch. Am ehesten vergleichbar mit billigster Osterhasen-Schokolade. Es gäbe auch Toblerrone aus der Schweiz und Lindt, aus der Schweiz und Frankreich.

Schwarze Autos gibt es hier kaum, offensichtlich hat hier kaum jemand Lust einen fahrenden Backofen. Dafür sieht man sehr viel Weisse.
Das fand ich toll 
In öffentlichen Gebäuden - und dazu zählen auch Restaurants, Hotelzimmer, Mietwagen (!) - darf nicht geraucht werden.

Die Autofahrer nehmens ruhiger. Habe nie einen richtigen Raser erlebt. Fahre ich mit 100, wo 100 ist werde ich kaum überholt. Auf  mehr-spurigen Abschnitten sind die Geschwindigkeitsunterschiede minimal.

In den Lebensmittel-Läden wird einem der Einkauf immer gleich eingepackt. Kein Hasten beim selber Einpacken, da schon die Sachen des Nächsten nachrutschen. Statt nach dem Scannen wieder hinzulegen kommt sie gleich in den Plastiksack. Eine sinnvolle Einrichtung macht diese für das Personal recht einfach. Verschwendung? Wirklich? Ich habe festgestellt, dass diese dünnen Plastiksäcke ein zweites Leben als  Kehrichtsäcke haben. Was machen wir: Wir "sparen" Plastik und müssen dann für teures Geld Kehrichtsäcke aus stabilem Plastik kaufen...
N.B Bei Coles gibt es jetzt für 99 cent wieder verwendbare stabile Einkaufstaschen zu kaufen, die ins Gestell an der Kasse passen.
Das fand ich nicht so toll 
Bei uns hat jede Verpackung irgend einen Aufreissmechanismus. Ist zwar manchmal schwer zu durchschauen und ab und zu will die Verpackung doch nicht aufgehen. Hier spart man sich gleich die Mühe. Aufreissbändel und dergleichen gibt es hier grundsätzlich nicht. Also immer einen spitzen Gegenstand zur Hand haben, wenn man nicht verhungern will.

Beim Duschen ärgere ich mich über die australischen Sanitär-Installationen. Mischventile wie bei uns scheinen sie in den Motels immer noch nicht zu kennen, selbst an Orten wo das Wasser knapp ist. Also 2 separate Hahnen. Das ist nicht nur Wasserverschwendung.Das Dumme ist auchr, dass sie nicht wie bei uns blau und rot sind, sondern Hot und Cold drauf steht. Ob die Australischen Brillenträger mit Brille duschen gehen?

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