FlagCanadaEine Reise nach Kanada
oder: Kanada, das bessere Amerika, ein Reisebericht mit vielen Fotos

5300 km mit dem Auto
und 5½ Stunden Flug vom Osten in den Westen, aber lest und seht selbst


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Eine kleine Einführung in Kanada
(Direkt zu den Bildern geht es
hier)
Kanada
vs. USA
FlagCanadaNein, Kanada ist nicht einfach der kleine Bruder der USA. Genauso wenig wie die Schweiz der kleine Bruder von Deutschland ist. Die Kanadier sind stolz darauf eben Kanadier zu sein.
Franco Kanada
Das ist zur Hauptsache die Provinz Quebec. Der Name sagt es schon, man spricht dort "Französisch", oder genauer: das was man da halt für Französisch hält. Als Fremder bekommt man eine Ahnung davon, wie sich ein Deutscher fühlt, der zum ersten mal in die Schweiz kommt. Der Unterschied ist allerdings, dass wir bei uns - wenn's dann sein muss -auch noch mehr oder weniger Standard-Deutsch können. (Und dass meine Französischkenntnisse ohnehin zu wünschen lassen, ist zusätzlich eine schlechte Voraussetzung meinerseits)

HellmansDass Kanada zweisprachig ist, sieht man schon an den Verpackungen: Fast immer Englisch und Französisch angeschrieben. Die Firma
Hellmans geht bei ihren Saucebeuteln sogar noch einen Schritt weiter. Die Englisch-Kanadier müssen den Beutel von links her aufreissen. Die Franco-Kanadier von rechts.....
First Nation
So nennen sich heute Indianer, Eskimo (Entschuldigung: Inuit) und alle Anderen die schon vor den Bleichgesichtern da waren. In British Columbia gibt es sogar Verkehrsschilder in ihrer Schrift. Mehr z.B. auf Wikipedia. So viel ich weiss hatten sie, als die ersten Bleichgesichter kamen keine Schrift, jedenfalls nicht Diese. Brauchten sie ja auch nicht. Schliesslich gab es damals keine Autos und damit auch keine Verkehrsschilder. Und wenn man heute am Strassenrand Reklametafel nach Reklametafel sieht, (so wie vor Jahrzehnten in Italien) so befindet man sich auf Land der First Nation. Sie sind genauso wie die Kasinos auf ihrem Land eine Geldquelle. Man kann den Bleichgesichtern schliesslich auch lediglich das Geld abnehmen, man muss sie ja nicht gleich skalpieren.
Verkehr














Gleiche Verkehrsregeln wie in den USA. Z.B.:
  • Rechtsabbiegen ist bei Rot nach einem Sicherheitshalt (und wenn man keinem anderen Fahrzeug den Weg abschneidet) erlaubt, ja wird von den anderen Verkehrsteilnehmern erwartet.
    Wenn nicht, ist es signalisiert. Wegen der 2-Sprachigkeit mit einem Symbol und nicht mit "No right turn on red" wie in den USA.
    Siehe Bild unten.
    Wenn ich von einer Einbahnstrasse kommend in eine andere Einbahnstrasse abbiege, ist auch links abbiegen erlaubt.

  • Rot blinkende Ampel heisst: Jetzt ist das eine Stoppstrasse
    Gelb blinkende Ampel heisst: Vorsicht! (wie bei uns)
    Grün blinkende Ampel heisst: Die Gegenrichtung hat noch oder bereits rot. Ich kann gefahrlos links abbiegen.
  • 4-way Stop: Alle Strassen der Kreuzung haben eine Stopp-Tafel. Wer zuerst kommt, fährt zuerst! Dies erwarten die Anderen auch von dir! Also nicht zaudern! Funktioniert in Amerika bestens, bei uns überhaupt nicht. (An einem 4-way Stop im Solothurnischen krachte es dauernd. Jetzt wurde für teures Geld ein Kreisel gebaut) Da in Wohnquartieren praktisch jede Kreuzung oder Einmündung ein 4-way Stop ist beruhigt das den Verkehr ungemein und wirkt fast wie unsere "Zone 30".
  • Einfädeln im Reissverschluss-System: Wie gut das hier funktioniert. Jeder weiss wann er dran kommt. Und bei uns herrscht bei einem Teil der Fahrer immer noch das Faustrecht. Und diese kleine Minderheit macht das Einfädeln denn auch so unsicher.
  • Auf der Autobahn Rechts überholen erlaubt: "Keep Your Lane" (bleib in deiner Spur) ist hier das Motto. Das führt zu deutlich weniger Spurwechseln. Und der hintere passt auf, was vorne geht und richtet sich danach. Wenn ich dann mal die Spur wechseln muss, kann ich ziemlich sicher sein, dass man mich herein lässt, sobald ich "indicate", d.h. den Blinker einschalte.

Einige Tafeln, die wir bei uns nicht kennen: (Was das ist? Mit der Maus auf die Tafel zeigen)

   Rechts  Fahrspur  2 Personen  Halteverbot  Vorwarntafel  60  grüner Pfeil 

In den grösseren Städten sind auf auf den Hauptstrassen bei den Kreuzungen die Namen der Querstrassen von weit her sichtbar oben angeschrieben. (Bei uns suchst du mal, ob überhaupt noch eine Strassentafel da ist und bis man sie lesen kann ist es für einen Spurwechsel eh zu spät. Immerhin gut für die Verkäufer von Navis)

Ja, Amerika hat es hier wirklich besser. Jedenfalls fahre ich nirgends so gerne Auto wie in Nordamerika.
 

Navi
Das Wort Navi sagt den Leuten hier rein gar nichts. GPS heisst das Ding hier.
Schon am ersten Tag führte uns Felix zu einem "Canadian Tire" Laden. Dort gabs nämlich für 99.99$ + Tax* statt 179.99$ ein Navi von Magellan. (Mit dem Mietauto hätte ein Navi 7$ pro Tag gekostet, für 24 Tage also 168$ und jetzt dient es weiter Freunden von uns) Mit allen Karten von Kanada, USA und Mexico und Lifetime free update. Die Stimme der englischen Sprecherin ist allerdings recht gewöhnungsbedürftig. Französisch ist auch nicht viel besser. Spanisch habe ich gar nicht erst probiert, da würde mir auch die beste Stimme nichts nützen. Meine deutsche Steffi ist da um Klassen deutlicher, ohne heisse Kartoffel im Mund. Trotzdem, es war uns oft sehr hilfreich, vor allem in den Städten. Sie haben hier ebenfalls ein System das vor Staus und Unfällen warnt und eine andere Route vorschlägt.

* Wie in den USA sind die Preise immer ohne die Sales Tax angeschrieben. Sie kommt immer noch dazu. 10 % Provincional Tax in Quebec und nochmals 5% für Kanada. Also so, wie wenn bei uns jeder Kanton zusätzlich auch noch seine eigene MWSt hätte. Nur beim Benzin ist die Tax inbegriffen. Das Benzin kostete etwa 1.38$ in Quebec, 1.20$ in Ontario, 1.13 in Alberta (Die haben eigenes Öl).

Quebec
   
Bahn

Eisenbahn

JasperKilometerlange Züge. Oft 2 Container übereinander gestapelt. Da es keine elektrischen Oberleitungen hat, geht das natürlich und in die Tunnels scheint's auch rein zu passen.
Ganz oben: Zwischen Quebec City und Montreal
Oben: Ein ganz langer Zug in den Rocky Mountains.
Links: Auf dem Rangierbahnhof in Jaspers.
Und: Es ist jeweils nicht einmal der ganze Zug auf dem Bild.

Kulinarisches

 
PoutineAuf dem Rückweg von Quebec, am Rande der Autobahn in einem Restaurant, an einem kleinen Gemischtwarenladen angegliedert, das Ganze von 3 Frauen betrieben: Hier haben wir Mittag gegessen.
Ich hatte Poutine, eine Quebecer Spezialität. Pommes Frites und Käsemöckli darüber. Ein Frischkäse aus Quebec. Darüber dann "Gravy", also eine gebundene braune Sauce. War gar nicht schlecht. Nur auf die Gravy hätte ich gerne verzichtet. Irgendwie haben es die Pommes Frites übel genommen. Mehr auf Wikipedia
Übrigens: Pommes Frites sind die bevorzugte Art wie Kanadier Kartoffeln verspeisen. Es erstaunt aber, wie oft diese "Homemade" sind. In kleinen Familienbetrieben eigentlich immer. Man sieht das schon daran, dass von ganz kurz bis ganz lang alle Längen dabei sind. Und je nach Restaurant von ausgezeichnet bis miserabel.

YamNeu gibt es ab und zu mal eine neu Variante: Yam Fries. Süsskartoffel statt Kartoffeln. Hat ein ganz eigenes Aroma.
Habe ich erstmals in British Columbia gesehen und auch gegessen. Schmecken ausgezeichnet.

Wasser gibt's wie in den USA auch in Kanada in den Restaurants immer gratis!

P.S. Wie in den USA gibt man in den Restaurants das Trinkgeld separat. Mindestens 15%. Man lässt es
entweder auf dem Tisch liegen oder man trägt es auf dem Kreditkartenausdruck ein. (Im Gegensatz zur Schweiz, wo man dann nie sicher ist, ob sie es wirklich bekommen). Das Servierpersonal hat nämlich praktisch keinen Lohn und ist wirklich darauf angewiesen. Dafür sind sie aber auch so auffallend freundlich.

Im Supermarkt
Für Unterwegs mussten wir schon einiges an Lebensmitteln einkaufen. Vor allem fürs Frühstück. Eine Kaffeemaschine hatte es in jedem Hotelzimmer. Einen Kühlschrank zum Aufbewahren von Milch, Joghurt, Käse usw. ebenfalls. So bereiteten wir uns unser Frühstück meist selbst zu. (Ab und zu gab's ein kleines Gratisfrühstück an der Reception im Hotel, aber nicht zu vergleichen mit unseren Frühstückbuffets)
  • Lebensmittel sind in Kanada teurer wie in den USA und eher auf Schweizer Niveau. Brot ist so teuer wie bei uns. Milchprodukte sogar teurer. Wobei zu sagen ist, dass Joghurt nirgends so billig ist wie bei uns. Fleisch ist ev. billiger. Ich kann dies aber nicht beurteilen, ich brauchte ja keines.
  • Bio Produkte gibt es fast überall zu kaufen. "Organic" heisst das hier. Bei den zertifizierten Produkten ist dies oft eine Grün-Blaue Verpackung.
  • Ich habe zwar unseren Schockladenbedarf mitgenommen. Im Gegensatz zu den USA gibt es aber Linth Schokoladen und Toblerone (Beides Made in Switzerland) fast in jedem Supermarkt zu kaufen. Allerdings leicht bis wesentlich teurer als bei uns.
  • Bulk Food: Modernisierter Offen-Verkauf wie früher im Spezereiladen aus Schubladen und Gläsern.
    Nur kurz am Hebel ziehen, sonst hat man wesentlich mehr als man wollte in der Tüte!
Bulk Food  Bulk Food



Internet
WLAN oder WIFI gab's in allen Hotels und das immer  gratis.
So konnte ich Anni via Skype anrufen
(2.9 Rp pro Minute), Hotels reservieren usw.

Hotels
Motels
Die Preise gelten wie in den USA immer fürs Zimmer, nicht pro Personen, ohne Taxen.
Wir hatten immer Zimmer mit 2 grossen Queen Size Betten. Da könnten sogar 4 Personen schlafen.
Meist gab es Senior-Rabatt. Wenn sie CAA Mitgliedern (Canadian Automobil Club) 10% Rabatt geben lohnt sich ein Nachfragen allemal.
Am Schluss der Reise haben wir am Abend vorher meist über ein Hotelportal gebucht, da ein langes Wochenende und Ferienanfang bevorstanden. Oft gibt es da sogar noch Rabattaktionen.
Der Nationalfeiertag, 1. Juli, hier Canada-Day genannt fiel zwar auf einen Sonntag. In den Firmen wird der ausgefallene Feiertag aber am Montag nachgeholt.

Immer hat es im Zimmer eine Filter-Kaffeemaschine samt Pulver usw. Ebenfalls einen richtigen Kühlschrank, in dem man seine Vorräte über Nacht kühl halten kann. (Nicht diese bei uns üblichen winzigen mit unnötiger und überteuerter Ware gefüllten Minibars, wo es erst noch nicht so richtig kalt wird) Stattdessen steht ein Getränkeautomat im Korridor oder draussen. Dort gibt es auch gratis Eisklötzchen aus einer Eismaschine. Damit kann man seine Vorräte in einer Isolier-Box (Styropor, 7$) tagsüber auch bei grösster Hitze kühl halten.

Schweizerkreuz
SanitätWie in den USA muss auch hier das Schweizerkreuz für eine rotes Kreuz hinhalten.
Hier für die Rettungsschwimmerin in Fairmont Hot Springs.

Aber nicht zu früh entsetzt sein. Auch in der Schweiz habe ich ein "Erste Hilfe Set" entdeckt. Ein Etui mit Verbandszeug usw. Rot und mit weissem Kreuz!


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Brille Brillen sind ein Behelf, der zwar überall funktioniert, aber leider die Farben verfälscht. Diese 3D Brillen gibt's gratis bei mir oder hier.

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Die Bilder zu all dem da oben sind hier:
Kulinarisches - Bulk Food - Verkehr - Schweizer Kreuz für die Lebensrettung und Sanität - Bärenstark und Bärensicher - Kehrichteimer - Eisenbahn


Quebec City

Chaateu Frontenac



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Unsere erste Bilderserie wollen wir Quebec City widmen. Eine Stadt so ganz anders wie das restliche Kanada. Und doch wieder gleich. Ja, in der Altstadt fühlt man sich fast in Frankreich. Ausserhalb dieser gleicht Quebec City aber jeder anderen amerikanischen Stadt: Hochhäuser im Zentrum, ausufernde Industrieparks, Shopping Centers und Einfamilienhäuser, alles 1-oder 2-stöckig. Nur dass alles eben französisch angeschrieben ist.
Wir verbrachten 1 Nacht in Quebec. Am Vortag hatten wir trotz schlechtem Wetter ausgiebig fotografiert, mit mässigem Ergebnis. Es machte immer am Regen herum, er kam dann aber doch nicht. Am darauf folgenden Tag strahlender Sonnenschein. Da hiess es früh aufstehen und die wichtigen Fotos wiederholen.

Seht euch diese Stadt an, d.h. das was einen Touristen halt so interessiert.
  • Wir beginnen beim Chateau Frontenac. Nein, kein Schloss sondern ein Hotel, das Beste am Platz. Es war auch nie eines, sondern wurde 1893 für die Canadian Pacific Railway erbaut.
  • Dann weiter in die wenigen Gassen der Altstadt.
  • Mit einer Seilbahn geht es hinunter in die "Matte" Quebec's. Ähnlich wie in Bern unterhalb der Stadt am Fluss gelegen. Für die Touristen frisch heraus geputzt.
  • Die Franzosen hatten auf dem Hügel, auf dem die Stadt gebaut ist eine grosse Zitadelle errichtet. Uneinnehmbar für den Feind (die Engländer) Wenige Engländer haben dann allerdings bei Nacht und Nebel von kleinen Schiffen aus mit Leitern die steilen Felswände erklettert und so in einem Überraschungscoup die "uneinnehmbare" Zitadelle trotzdem eingenommen. Wir besichtigen diese Zitadelle von Innen. Eine ganz andere Welt. Die Führung in französisch startete früher. Wir hätten wohl doch besser auf die Englische gewartet. Ich verstand so viel wir gar nichts. Das Quebec Französisch des Guides sprudelte nur so heraus, weitaus zu schnell für mein Schweizer Schul-Französisch. Mitbekommen habe ich immerhin, dass das Regiment 22 der kanadischen Armee französisch-sprachig ist. Das hat er immer wieder hervorgehoben und "Francophone" war eines seiner meist gebrauchten Wörter. Was wohl der englische Guide erzählt hätte?
  • Folgt uns dann entlang der Zitadelle auf einem langen Board Walk, der "Promenade des Gouverneurs" und der "Terrasse Dufferin" mit einer wunderbaren Aussicht auf den Saint Lawrence River zurück zum Chateau Frontenac.
Montreal



Hier die wenigen Fotos
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Montreal ist zwar die grösste Stadt der Provinz Quebec. Hauptstadt von Quebec ist aber Quebec (City). Auf Englisch wird "City" für die Bezeichnung der Stadt angehängt, um sie von der Provinz zu unterscheiden.
Hier beginnt unsere Reise und wir können 3 Nächte bei Freunden von Heiri übernachten. Sie wohnen etwas ausserhalb von Montreal. Ankunft am Nachmittag, aber am nächsten Tag führen uns Felix und Yollande bereits nach Montreal.
Ein schöner Tag. An der Sonne schön warm. Aber es weht auch ein kalter Wind. Die Jacke kann man vertragen. Zuerst auf den Mont Royal, von wo aus man eine schöne Aussicht auf die vielen Hochhäuser der Stadt hat. Dann mit dem Auto runter in die Stadt. Wir wollten eigentlich ins "Vieux Montreal". Mit den vielen Baustellen und dem Gestunk im Verkehr kein einfaches Unterfangen. Nach vielem Herumkurven endeten wir in einem Parkhaus. 3$ pro 20Minuten! Zum Glück gab's ein Maximum von 19$ pro Tag, was wir denn auch weidlich ausnützten. Der Wagen blieb bis nach dem Nachtessen dort.

Fotos habe ich nur wenige. Die Sonne schien meist von der falschen Seite, ganz schlecht in den Strassenschluchten und  den engen Gassen der Altstadt. Ein richtiges Bild von Montreal gibt das ohnehin nicht. Sehenswert ist die Altstadt. Ähnlich wie Quebec aber grösser. Natürlich viele wenn nicht gar hauptsächlich Restaurants, die bei schönen Wetter heraus stuhlen. Am ehesten mit dem heutigen Niederdorf in Zürich vergleichbar.

Allzuviel Zeit zum Fotografieren hatten wir ohnehin nicht. Am ersten Tag kamen wir erst um 3 Uhr Nachmittags an und am Dritten mussten wir am
Flughafen bei Alamo den Wagen abholen. Obwohl wir einen Compact bestellten, bekamen wir einen "Standard Sized Car", einen Ford Fusion mit allen Schikanen, wie elektrisch in allen Varianten verstellbaren Sitzen. Mit dem "neuen" Auto gings dann zu einem Besuch bei der Tochter von Felix in den Hügeln im Norden. Start bei strahlender Sonne. Da oben wurden wir von strömendem Regen überrascht.

Ottawa





Hier die Fotos aus meiner Perspektive als früherer Einwohner:
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Ottawa ist die Hauptstadt Kanadas. Hier arbeitete ich vor fast 50 Jahren mal über 1 Jahr. In Ottawa blieben wir denn auch gegen eine Woche. Da besuchten wir nicht nur alte Freunde sondern suchten auch die Stätten unseres damaligen Wirkens und der damaligen Schlummermütter auf.

Ja, "unsere" Häuser sind noch da. Aber wie gross die Bäume geworden
sind!
Das Forschungszentrum von Northern Electric, wo ich damals arbeitete steht immer noch, ja wurde sogar zu einem riesigen Technologiepark erweitert. Northern Electric hiess später Northern Telecom und ging dann vor ein paar Jahren Pleite. Jetzt sitzen da die Konkurrenten wie die schwedische Ericsson und Awaya drinnen. Ich habe mich trotzdem vor dem Haupteingang ablichten lassen.

Die Fotos sind nur teilweise aus der Sicht eines Touristen, sondern so wie ich diesen Besuch erlebt habe:
  • Wir beginnen im Zentrum und gehen gleich rüber zum "Parlaments Hill" und weiter zu den Schleusen des Rideau Kanals.
  • Dann schauen zur anderen Seite des Ottawa River rüber, nach Hull und den Gatineau Park. Er bildet die Grenze zu Quebec.
    Hull hat übrigens ein Casino, wo man den Leuten der Nachbarprovinz das Geld abnimmt. (Allerdings hat einer unserer Freunde einmal 100$ und später nochmals 2x20$ rein gelassen und hatte am Schluss 280$ mehr) Auf der Foto ist es ist gleich neben dem grossen Gebäude am See. Im Casino gibt es auch ein gutes und sehr preiswertes Buffet-Restaurant.
  • Ebenfalls in Quebec das Buffet des Continents das Maximum an Auswahl, das ich je sah.
    Seht selbst: http://www.lebuffetdescontinents.com/menu-en
    Und das für 13$ (Allerdings Spezialpreis für den Schweizer Club)
  • Und schon sind wir im Gatineau Park, wo viele Ottwaner ihre Cottage haben. Beachtet die Tafel "Wakefield Boulangerie". In Quebec muss nämlich alles französisch angeschrieben sein. Das englische "Bakery" ist nur dann gnädigst geduldet, wenn es erstens unterhalb steht und zweitens in kleinerer Schrift. Dass noch Keiner auf die gloriose Idee gekommen ist, auch gleich noch den Ortsnamen anzupassen. Z.B. "Champs Réveiller". Beispiele gibt es schliesslich noch und noch im Elsass und Süd Tirol.
  • Anschliessend entführe ich euch zurück nach Ottawa ins Aboretum, eine Art botanischer Garten für Bäume.
  • Als Nächstes zeige ich euch typische Häuser und "Neighbourhoods", so wie die Leute hier eben wohnen. Das Letzte, dasjenige meiner damaligen "Schlummermutter" und am Schluss stehe ich vor dem Eingang "meiner" alten Firma.
Der Westen Kanada's
Hier eine kurze Übersicht
Details weiter unten


Diaschau
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7 Stunden und 10 Minuten dauerte der Flug über den weiten Ozean nach Montreal. 5½ Stunden jetzt der "Katzensprung" vom Osten in den Westen Kanadas. Ja, so gross und weit ist eben Kanada, flächenmässig das zweitgrösste Land der Welt, aber nur 35 Mio Einwohner.

Diesen Katzensprung hatten wir unseren ursprünglichen Reiseplänen hinzu gefügt, da das Flugbillet "bis ganz nach hinten" nur unwesentlich teurer war. (Wenn man es richtig einrichtet und lange genug nach dem günstigsten Tarif sucht. Air Canada hat übrigens eine der besten Buchungsseiten im Internet. Sie erlauben auch Zwischenstopps)
Unsere Rundreise beginnt in Vancouver. Erst mal geht's zu der vorgelagerten Insel Vancouver Island. Dann aber sind die Rocky Mountains unser Ziel. Auf einer südlichen Route erreichen wir Banff, durchfahren die Rockies und verlassen sie weiter nördlich wieder um nach Vancouver zurückzukehren. Vancouver sehen wir uns erst jetzt etwas genauer an.

Die Bilder sind leider nicht so super. Pflanzen und Bäume wachsen hier in British Columbia sehr gut. Das braucht halt viel Wasser, und das kommt in ausgiebigen Mengen von oben....
Vancouver Island





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Ziel waren natürlich die Rocky Mountains. Dann stellte sich heraus, dass Marlies (Eine der damals jungen Schweizerinnen in Ottawa) nun auf Vancouver Island verheiratet ist. Arrangiert von Elisabeth verbrachten wir die ersten Tage bei ihr und ihrem Mann und unternahmen von dort aus einen 2-tägigen Ausflug nach Tofino und zum Pacific Rim National Park. Seht selbst:
  • Zuerst gings mal mit der Fähre rüber nach Vancouver Island
    Das Haus von Marlies und wir 5. (Marlies hatte Elisabeth überredet doch auch gleich mitzukommen)
  • Chemainous, ein altes Minenstädtchen , wo - nachdem die Minen aufgegeben wurden - kahle Hauswände mit Bildern, die das frühere Leben hier zeigen bemalt wurden. Keine Graffiti Schmiererei. Es soll Touristen ins Städtchen bringen.
  • Der Cathedral Grove Trail im MacMillan Provincial Park führt uns in unberührter Natur an alten Douglas Fichten vorbei, einige über 800 Jahre alt.
  • Der Rainforest Trail im Pacific Rim National Park: Ja, nicht nur in den Tropen gibt es Regenwald. Nördlicher Regenwald sieht etwas anders aus. Wichtig ist viel Regen und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die meisten Wege führen über Stege (Board Walks). Mehr gibt es hier nachzulesen.
  • Long Beach im Pacific Rim National Park: Hier wird eine grosse Menge Holz und "Gemüse" aus dem Ozean angeschwemmt
  • Tofino, ein kleines Dörfchen am Ende des Nationalparks wo wir übernachten
  • Schooner Cove: Ähnlich Long Beach, viel angeschwemmtes Holz.
  • Der Wild Pacific Trail befindet sich bei Ucluelet, also ausserhalb des Parks. Trotzdem eine wunderbare Wanderung entlang der Küste.
Von Vancouver entlang von Flüssen und Seen durch den Süden von British Columbia nach Calgary

Camry







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Jetzt geht's los mit unserer Rundreise durch die Rocky Mountains! 2 Wochen unterwegs. Nein, nicht im Camper sondern im normalen Mietwagen. Einem Toyota Camry, ein sog. Full Seized Car. Genug Kofferraum für Gepäck, Proviant und all den Krims Krams von 3 Personen. Flexibler also so ein Ungetüm, umweltschonend dank tieferem Benzinverbrauch (7.41 lt) und eher billiger als ein Camper, selbst mit Motels und Restaurants. Wir machten allerdings auch viel Picknick.
Wir nehmen eine südliche Route um zu den Nationalparks zu kommen. Sie wird uns - teilweise nicht weit weg von der Grenze zu den USA - durch Landschaften führen, die den Unseren nicht unähnlich sind. Sie erinnern manchmal an den Jura, manchmal ans Engadin, manchmal sogar ans Mittelland. Nur ist alles viel, viel weiter und es hat kaum Leute und Dörfer. 
  • Wir verlassen Vancouver, was uns wegen des dichten Verkehrs viel Zeit kostet und fahren durch das Fraser Valley bis nach Hope, eine Stadt mit vielen Motels.  Am nächsten Tag geht's Ostwärts. Wir machen einen Halt im Städtchen Greenwood.
  • Weiter Ostwärts kommen wir nach Nelson. Ein grösseres Städtchen mit 10'000 Einwohnern. Schaut euch mal die Elektrizitätsversorgung an! Wir übernachten in einem der besseren Hotels am Platz und kriegen als Seniors den halben Preis. 99$.
  • Nicht viel Nördlich von Nelson hat es in Ainsworth eine heisse Quelle. Da fahren wir mal hin. Da das Wetter immer schlechter wurde und mit Fotografieren ohnehin Essig ist beschliessen wir gleich mal einen Ruhetag einzuschalten und die heissen Quellen zu geniessen. (Keine Fotos, ich wollte das Leben der Kamera im feuchten Klima des Bassins und der Tropfsteinhöhle nicht aufs Spiel setzen)
  • Am nächsten Tag fahren wir nur dann weiter und müssen erst mal mit einer Fähre auf die andere Seite des Flusses übersetzen. Eigentlich wollen wir ja zum Banff Nationalpark. Aber eine direkte Strasse dahin gibt's nicht. Durch den Okanagan gehts in einer U-förmigen Schlaufe erst mal südlich bis nahe an die Grenze zu den USA und da dann wieder weiter nach Osten und nach Norden.
  • Sehenswert ist der Wintersportort Kimberley, 950 m über Meer. Jetzt halt im Sommer. Eine Mischung aus Bayern, Oesterreich und der Schweiz, so wie man sich dies hier halt so vorstellt.
  • Aber jetzt gehts so richtig in Richtung Nationalpärke zu.
  • Wir kommen schon wieder zu einer heissen Quelle: Fairmont Hot Springs. Auch da bleiben wir für den Rest des Tages und am nächsten Morgen geniessen wir nochmals die heissen Quellen. Auf den Fotos seht ihr nicht nur die Bäder, sondern auch die Stellen, wo das Wasser aus dem Boden heraus kommt.
  • Am nächsten Tag erreichen wir dann den Kootenay Nationalpark. Als Erstes schon wieder eine heisse Quelle: Radium Springs. Aber wir fahren daran vorbei. Der erste Teil des Kootenay Nationalparks ist eine tiefe Schlucht. Das Dumme ist, dass man nirgends anhalten kann. Also keine Fotos. Erst weiter oben gibts wieder Fotos. Im Moment fiel viel Regen. Dementsprechend ist Vieles überschwemmt. Wir kommen jetzt auf der Wasserscheide zwischen Pazifik und Atlantik.
  • Nun wird es aber Zeit wieder ein Motel für die Nacht zu suchen. Es ist noch nicht Hochsaison und in den Castle Mountain Chalets gibts noch Zimmer, d.h. Cabins. Eine Hütte mit kleiner komplett ausgerüsteten Küche und einem Holzofen. Das Holz stand bereits bereit. Es war wirklich an alles gedacht. Sogar einen Flachbild TV hatte in in dieser abgeschiedenen Gegend.
  • Wir erreichen Banff. Weltberühmt, aber viel kleiner als ich erwartete. Von der Grösse her nicht vergleichbar mit z.B. St. Moritz. Dafür aber auch nicht diese grässlichen Hotelkästen. Das berühmte Banff Hotel, das man auf allen Fotos sieht liegt ausserhalb und ist (oder wäre) als Ganzes nur aus der Luft fotografierbar, also lassen wir es.
  • Die letzten Bilder sind aus Calgary, auf der anderen Seite der Rocky Mountains. Hier "liefern" wir Elisabeth bei ihrer Freundin ab. Ihr Mann und sie zeigen uns aber kurz noch Calgary. Am nächsten Tag werden Heiri und ich die Reise durch die Nationalparks der Rocky Mountains fortsetzen.
Die Rockies von
Calgary bis Jasper






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Jetzt gehts los mit der Fahrt durch die Rockies. Einen Teil davon haben wir - in umgekehrter Richtung - allerdings bereits auf der Fahrt nach Calgary gemacht. Dieses mal wählen wir für diese Strecke aber nicht den Bow Valley Parkway sondern die Autobahn, den Trans Canada Highway.

Für diese Bilderserie schauen wir weder links noch rechts *) sondern bleiben schön auf dem Highway, um einen besseren Eindruck der Landschaft zu geben und uns nicht zu verzetteln. Wir benötigten für diese Strecke 2 Tage. Übernachtet hatten wir ungefähr in der Mitte in
Lake Louise Village. Das einzige mal auf unserer Reise in einer Jugi. Sie lief uns bei der Motelsuche geradeso über den Weg. Und da wir unsere Jugi Ausweise dabei hatten, was lag da näher als zu fragen, ob sie auch pensionierte Jugendliche nehmen. Sie nehmen. Es zeigte sich dann auch, dass es irgend etwas zwischen einer Jugi und einer Naturfreunde Unterkunft war. Für 112 $ hatten wir ein eigenes Zimmer. Und es hatte viele Aufenthaltsräume, eine grosse Küche und ein Restaurant. Ist halt mitten im Nationalpark.
*) Natürlich schauten wir schon nach Links und Rechts. Seen, Wasserfälle und Gletscher folgen weiter unten.

In Lake Louise zweigt der Trans Canada Highway nach Westen ab. Wir fahren aber nordwärts durch den Jasper National Park nach Jasper.

Es hat in letzter Zeit ziemlich stark geregnet. Der Bow River ist recht angeschwollen und vieles ist überschwemmt. Einige Ziele links und rechts der Strasse können gar nicht angefahren werden. Die Strasse ist gesperrt.

Berge sind Berge dachte ich mir, was soll da an den Rockies anders sein als bei uns? Es ist aber irgendwie anders. Das wurde mir erst zu Hause so richtig bewusst, auf einer fahrt nach Davos oder einer Schifffahrt auf dem Vierwaldstättensee. In den Rockies ist  unterhalb der Baumgrenze alles Wald oder dann Fels, praktisch unbewohnt, abgesehen von den touristischen Einrichtungen. Bei uns ist der Wald immer wieder von Wiesen, Alpen, Hütten
und Dörfern durchbrochen. Ja, es ist anders! Und vielleicht sollten wir nun wirklich nicht alles was Generationen vor uns aufgebaut haben verganden lassen!

Seen



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Wir beginnen mit dem Lake Louise, ziemlich in der Mitte der Parks, dem bekanntesten See, fast ein "must see". Seht selbst.
Am einen Ende steht ein riesiger Hotelkasten der Luxusklasse, von der Canadian Pacific Railway um die Jahrhundertwende 1900 erbaut. Die Uniformen der beiden Portiers so wie man sich hier halt so etwas aus den Alpen vorstellt: Bayerisch-Österreichisch. (Ja nicht nur die Schweiz hat Berge! Und bei diesen vielen Kantonen, was soll man da überhaupt nehmen?) Alle übrige touristische Infrastruktur ist weiter weg in Lake Louise Village, wo auch wir (einiges billiger) übernachteten.

Weiter folgen Fotos vom Peyto Lake (1 Bild) und Morraine Lake (2 Bilder) mit seiner eigenwilligen Form und dem abrupten Ende.

Ganz am Schluss, in einem Seitental von Jasper der Maligne Lake. Sehenswert auf alle Fälle. Nicht nur der See, sondern auch die Zufahrt.

Wasserfälle

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Wir besuchen 3 verschiedene Wasserfälle:
  • Die Sunwapta Falls
  • Die Altabasca Falls
  • Das Maligne Canyon
    Wie der Name schon sagt ein Canyon, aber zum grossen Teil fliesst ein Fluss da durch, ein Teil ist trocken.

Zu Beschreiben gibts da kaum etwas, nur zu sehen.

Gletscher

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An unserem Weg liegt ein Gletscher. Und da müssen wir vorbei schauen, selbst wenn der Himmel bedeckt ist.
Es ist das Columbia Ice Field.

Auch hier sieht man, dass die Gletscher schmelzen. Das zeigt das Bild mit dem Stand 1939.

Von Jasper zurück
nach Vancouver






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Wir verlassen heute die Nationalparks und wollen am 3. Tag in Vancouver zurück sein: Noch etwas Vancouver ansehen, Wagen abgeben und heim fliegen.

Wir befinden uns aber immer noch in bergigem Gebiet. Kamloops ist unsere erste Etappe. Ein Menge neuerer Hotels im "Motel Cluster" ausserhalb. (Die Motels, unabhängige und solche der grossen Ketten befinden sich meist nahe beisammen, eben in einem Motel Cluster. Da kann man schön auslesen. Oder wenn man Pech hat, überall nur die Neonschriften no vacancy vorfinden. (Das no wird bei Bedarf angezündet) Die Stadt Kamloops selbst ist kanadischer 08/15. Mehr als zum Übernachten taugt sie kaum.

Die Landschaft ist äusserst abwechslungsreich. Die Fahrt wird einem wirklich nie langweilig: Hügel, Flüsse, Seen, Eisenbahnen mit kilometerlangen Güterzügen.

Wisst ihr, was eine Runaway Lane ist? Eine Davonrennspur. Nicht wenn es wegen der anderen Fahrer "zum Davonrennen" ist, sondern wenn das eigene Auto am Davonrennen ist. D.h. wenn die Bremsen versagen. Auf den Fotos wird es deutlich wie das Ganze funktioniert.

Whistler ist unser zweites Etappenziel. Whistler existierte zwar schon vor den Olympischen Winterspielen in Vancouver, wurde dann aber massiv ausgebaut. Innen das verkehrsfreie Zentrum mit den vielen Läden und Restaurants, aussen herum die Hotels. Kurze Wege, die Autos unterirdisch versorgt. Wirklich gut gemacht.

Und jetzt ist es nur noch ein kurzes Stück runter nach Vancouver. Es empfängt uns grau und trüb. Das Hotel haben wir bereits in der Nähe des Flugplatzes vorreserviert.

Vancouver







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Präambel: Die Westküste von British Columbia sei so schön grün heisst es. Dafür zahlt man aber auch den Preis: Oft Wolken, grauer Himmel, Regen. Haben wir gerade erfahren. Ab Donnerstag hat es dann so richtig aufgehellt. (Wir sind am Donnerstag Mittag nach Hause geflogen!)

Zuerst eine Einrichtung, die jede Grossstadt hat: Eine U-Bahn, Hochbahn oder S-Bahn. Hier heisst sie Skytrain, fährt teilweise oberirdisch auf Stelzen, teilweise in Tunnels. Fällt euch da auf dem ersten Bild die junge Fahrerin auf? (Die Züge fahren alle fahrerlos!)
Ein Tipp wenn ihr am Flughafen ankommt: Kauft das Ticket nicht erst an der Station, sondern drinnen am Kiosk. Dort gibt es das "Normale", das 1½ Std gültig ist und auf allen Linien, allen Bussen und man wird beraten. Am Automaten an der Station braucht man schon mal seine Zeit um überhaupt draus zu kommen und dann ist das Ticket nur für eine Einzelfahrt, kostet aber gleich viel. Concession Fares sind reduzierte Preise für Kinder, Studenten und Rentner ab 65. Mehr auf Translink  

Dann aber wollen wir die Stadt mal erst etwas aus der Ferne und dann von oben betrachten. Wieder am Boden, was entdecken wir da: Die Taxis alles Prius! (Wie gut mir das tut zu sehen!) Da fährt dann auch gleich einer bei der "Wasserpfeiffenuhr" vorbei. Eine Attraktion wie in Bern der Zeitglockenturm, wo all die Touristen herumstehen, den Einheimischen den Weg
versperren und auf das grosse Ereignis warten. Hier der Wasserdampf, der die Uhr antreibt und dann beim "Glockenschlag", bzw. beim Pfeiffen entweicht. Wie bei uns in Bern gehen die Einheimischen mehr oder weniger achtlos an dem Ding vorbei.

Der ÖV reicht auch mit der Fähre nach Vancouver Nord. Weshalb sich mal nicht auch da umsehen? Schon alleine die Fähre ist das Erlebnis wert. Z.B. wie speditiv das andocken und "Be- und Entladen" mit den Passagieren vor sich geht. In Vancouver Nord gibt es allerdings nicht allzu viel zu sehen ausser der neuen Markthalle gleich am Pier. Da gibt es auch jede Menge Restaurants, gut preisgünstig und für jeden Geschmack etwas.

Der Queen Elizabeth Park wurde 1940 zu Ehren Elizabeth der Ersten benannt.  Ursprünglich gehörte das Grundstück der Canadian Pacific Railway und diente als Steibruch.  .

Capilano ist eine enge Schlucht im Norden Vancouvers, die touristisch "erschlossen" wurde. Mit Hängebrücke, Cliff Walks (Stege entlang der Felsen) und Tree Top Adventure (In den Baumkronen wandeln). Interessant ist es trotzdem anzusehen. Mehr hier  

Und das wäre denn auch das Ende der Kanada-Reise


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