America The Beautiful
Eine Reise zu den Nationalparks im Südwesten der USA

Unsere 6700 km Rundreise begann in Las Vegas, aber seht selbst

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Diaschau oder HTML5 anklicken für eine Quick Tour   Der ausführliche Reisebericht ist hier
Teil 1
 

Diaschau 
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Von Las Vegas gehts zum Grand Canyon, wo wir den Bright Angel Trail 1000 m herabsteigen und gleichtags auch wieder rauf. Durch's Oak Creek Canyon fahren wir südwärts via Phoenix zu einem der beiden Saguaro Nationalparks bei Tucson. Weiter ostwärts nach Tombstone, einer für Touristen wieder aufgebauten Goldgräberstadt. Dann geht's wieder nordwärts durch Arizona. Auf dem Weg zum Petrified Forest -was versteinerter Wald bedeutet - treffen wir am Rande einer Autobahnraststädte auf das Texas Canyon - ein meist unbeachtetes Kleinod - und noch weiter nordwärts stossen wir ganz unerwartet auf eine der grössten Kupferminen der Welt. Das alles auf dem Weg zum Canyon de Chelly. Den Abstieg schaffen wir spielend, er ist wesentlich kürzer als am Grand Canyon nd der Muskelkater ist bereits ausgestanden. Das Monument Valley ist uns dann ebenfalls ein Abstecher wert. Wir kommen bereits in die Berge von Colorado und machen dort einen Ausflug mit einer alten Dampfeisenbahn, ganz so wie man sich eine solche im wilden Westen vorstellt. Von Durango nach Silverton. Hier endet Teil 1.
Teil 2 

Diaschau  
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Wir sind nahe der "4 Corners" wo sich die gradlinig gezogenen Grenzen von Arizona, Colorado, Utah und Neu Mexico treffen. Von Moab in Utah aus liegen gleich mehrere Nationalparks ganz in der Nähe: Arches, Canyonlands und Mesa Verde. Und in Moab gibts bei Pasta Jays die beste Pizza! (Mit Pesto statt Tomaten) Auf dem weiteren Weg zum Bryce Canyon reiht sich nur so Park an Park: Abseits und kaum beachtet das Gobblin Valley, mit ganz besonderen "Felsen", die schon fast beim Anschauen zerbröseln. Das Capitol Reef, die Escalante Staircases und das Kodachrome Bassin. Nach dem Bryce Canyon, wo ein einziger Tag kaum genügt dann noch zum Zion National Park. Auch rote Felsen aber steinhart, so ganz anders.
Die Zeit reichte dann noch für einen "Abstecher" nach Kalifornien: Von San Diego die Pazifikküste hoch nach L.A. und via Death Valley zurück nach Las Vegas.
Auto abgeben und nach Hause fliegen. Für diesen Teil Amerikas scheint mir "America The Beautiful" nicht übertrieben.Was meint ihr?


 
Diaschau oder HTML5 anklicken um meinen Reisebericht zu lesen  und sich einige Teile etwas genauer anzusehen
Mi 4 .Mai

Las Vegas

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Las Vegas ist der Startpunkt unserer Reise, nicht etwa weil wir Spielen wollten, sondern weil es der ideale Startpunkt unserer Reise war. So konnten wir uns am ersten Tag von der Reise erholen und einkaufen. Die Hotels (nicht alle) sind so billig, weil sie damit rechnen ein Mehrfaches der Differenz den Gästen an Spieltischen und einarmigen Banditen abzuknöpfen. Bei uns ging deren Rechnung allerdings nicht auf. Zwar keinen Cent gewonnen, aber auch Keinen verloren. Ein einfacher Ratschlag
den mir Jemand vor über 45 Jahren gab: „You can have a wonderful time in Las Vegas, but don’t gamble“. (Du kannst eine wunderbare Zeit in Las Vegas verbringen, aber spiele nicht)

Die einarmigen Banditen, die früher mit Quarters gefüttert wurden und wo es so schön kesselte, wenn jemand gewonnen hatte, gibt es kaum mehr. Ein Bildschirm statt Rollen. Statt Quarters führt man einfach seine Guthabenkarte ein. Ruhiger ist es in in den Kasinos deswegen aber nicht geworden. Im Gegenteil: Die Maschinen geben penetrant piepsende Töne von sich. Zu allem Überfluss läuft noch Musik, je nach Kasino lauter oder etwas weniger laut. Grauenhaft. Musik wird halt - da stets mit Geräusch verbunden - vielerorts als Lärm empfunden.(Frei nach Wilhelm Busch) Erst recht wenn sie einem nicht gefällt.

650 m üM, tagsüber 30°C, nachts 19°C / Wir hatten im Voraus das Palace Station Hotel reserviert.
Do 5. Mai
Grand Canyon

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Schon früh brechen wir auf und fahren zum Grand Canyon. Am Hinweg liegt der Hoover Damm, der den Colorado zum riesigen, weitverzweigten Lake Mead aufstaut.
Zuerst alles Wüste und als wir das Hochplateau des Grand Canyon erreichen (2100 m üM) plötzlich Wald.
Nachdem wir uns ein Hotelzimmer gesichert hatten fuhren wir dann doch noch kurz die 8 Meilen zum Park, um schnell einen ersten Blick in die Tiefe zu erhaschen. Die Fotoserie enthält auch alle Bilder vom Freitag.

Nein zu dieser neuen Glasplattform fuhren wir nicht. Ist ganz wo anders, im Indianerreservat. Ein Riesenumweg, sackteuer (um die 100 $ pro Nase, der 80 $ Jahrespass für alle Nationalparks gilt nicht) und der Höhepunkt: Fotografieren sei strikte verboten. Soll sich da von den Indianern für viel Geld an den Marterpfahl binden lassen wer will.

2100 m üM, tagsüber 29°, nachts -1°C  /  Wir übernachteten im Holiday Express in Tusaya  /  Gefahrene Strecke: 464 km
Fr 6. Mai

Bright Angel Trail





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Heute wird's heavy und ich werde es in den Waden 3 Tage lang spüren. Und wie!
1000 m hinunter zu den Indian Gardens. Das ist weit mehr als die Hälfte bis ganz nach unten zum Colorado.
3 Stunden 20 Minuten zu Fuss,
1000 m rauf in nur 4 Stunden.
Man muss erstens viel weniger aufpassen wo man hin tritt und die vielen Fotos sind bereits gemacht.

Der Temperaturunterschied zwischen oben und unten war merklich. Unten hatten wir 2 Stunden Mittagspause eingelegt, bevor wir uns auf den Rückweg machten. Vorher war es uns zu heiss. In den Indian Gardens hat es Schatten spendende Bäume, Wasser und man könnte sogar zelten. Die Plätze sind allerdings rar und man muss sich Monate im Voraus anmelden. Wir hatten interessante Gespräche mit ein paar Zeltnern.
Unterwegs gibt es in paar Wasserstellen wo man seine Wasserflasche wieder auffüllen kann. Übrigens: In den USA gibt es überall Trinkwasserbrünneli, und das erst noch gratis!!! So etwas fehlt bei uns. In der Schweiz dafür vielleicht
eine Seilbahn und unten eine Beiz.

Der Weg: Viele Treppen und brauner Sand so fein wie Staub. Schuhe, Hosenbeine, alles Braun. Aber nicht anspruchsvoll. D.h. Nikies genügen. Hohe Wanderschuhe braucht es nicht. Käme wohl auch keinem Amerikaner in den Sinn.

Ich bin übrigens zum "Medic", also Sanitäter - wenn nicht gar zum Arzt - avanciert. Dank meiner roten Kappe mit dem Schweizerkreuz. Ob weisses Kreuz auf Rot, oder rotes Kreuz auf Weiss, Kreuz ist Kreuz. Die Emergency Blechkästen am Wege mit dem Nottelefon sind schliesslich auch rot wie meine Kappe und Weiss beschriftet.

Hier noch aus den Angaben auf einer Tafel unten in den Indian Gardens:
Tagsüber können die Mittagstemperaturen unten am Colorado 11°C höher sein wie oben am Rim.
von zu
Strecke
Hin und zurück
Höhendifferenz
South Rim (2133 m üM)
Indian Gardens (1127 m üM) 7½ km
9 Meilen 14½ km
1006 m
Indian Gardens (1127 m üM) Colorado River (731 m üM) 4½ km
6 Meilen 9½ km 396 m
South Rim (2133 m üM) Colorado River (731 m üM) 12 km
15 Meilen 24 km
1402 m
Das North Rim gegenüber ist übrigens noch etwa 300 m höher gelegen.
 
Tagsüber 29°C unten, nachts 20°C / Wir übernachten in der Maswik-Lodge innerhalb des Nationalparks Grand Canyon
Sa 7. Mai

Grand Canyon
Bilder siehe oben
Am 3. Tag fuhren wir entlang des Rim's und schauten von den verschiedenen Aussichtspunkten nach unten. Früher fuhr man da mit dem eigenen Auto, Heute ist es ein Shuttlebus (gratis), der alle 15 Minuten fährt. Die Parkplätze an den Aussichtspunkten würden heute kaum mehr genügen.
 

tagsüber 25°, nachts 9°C / Wir übernachten im Motel Super 8 in Flagstaff (2140 m üM)  /  Gefahrene Strecke: 196 km
So 8. Mai

Oak Creek Canyon
und
Saguaro
Nationalpark




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Heute nehmen wir ein recht grosses Stück Strasse unter die Räder des Prius. Von Flagstaff aus fahren wir nicht über die Autobahn, sondern durch das malerische Oak Creek Canyon und Sedona und dann weiter nach Phoenix. Es ist Sonntag, deshalb umfahren wir die Stadt nicht auf der Autobahn, sondern fahren mitten dadurch. Sie ist fast ausgestorben. 35°C zeigt unser Thermometer. Ganz schön heiss, wenn man aus dem Auto steigt.

Schaut euch mal das Bild von der Innenstadt in Phoenix an: Die grossen, gut sichtbaren
grünen Strassentafeln an jeder Kreuzung. Findet man übrigens in allen Städten. So was würde ich mir bei uns wünschen.

Unser Ziel für heute ist der Saguaro Nationalpark bei Tucson. Wir schaffen es noch den Park zu besichtigen. In Arizona ist es im Sommer recht lange hell, da sie - ausser in den Indianer Reservaten - keine Sommerzeit haben.

Früher hatte es hier wohl überall Kakteen. Mit dem Wuchern der Stadt mussten diese
stachligen Dinger meist weichen. Wenigstens hier konnten sie erhalten bleiben. Immerhin benötigt so ein Kaktus 75 Jahre, bis er die ersten "Arme" treibt und er soll dann bis zu 300 Jahre alt werden können.

750 m üM, tagsüber 35°, nachts 20°C / Wir übernachten in der Howard Johnson Motorlodge ausserhalb von Tucson  /  Gefahrene Strecke: 497 km
Mo 9. Mai

Tombstone,
Tumbleweed,
Texas Canyon,
wir fahren
weiter





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Heute ist ein Besuch im Wildwest Städtchen Tombstone angesagt. Ohne die vielen Filme die hier früher gedreht wurden und die vielen Touristen die heute kommen würde es Tombstone wohl gar nicht mehr geben. Jeden Tag gibt es mehrmals eine Schiesserei. Die Schauspieler stehen in ihren Kostümen auf den Strassen herum und machen Werbung für ihre Schiess-Veranstaltung.

Ein Spruch, den ich heute hörte und der bei uns kürzlich ja auch nicht einer gewissen Aktualität entbehrte:
If weapons are outlawed | Wenn Waffen zum Verbrechen werden
Only outlawas will have weapons | Haben nur Verbrecher Waffen


Allerdings kommt mir da auch Einer in den Sinn, den ich vor vielen, vielen Jahren auch mal in den USA las:
More and more people buy guns | Mehr und mehr Leute kaufen Waffen
to protect themselves from more and more people buying guns. | um sich vor mehr und mehr Leuten zu schützen, die Waffen kaufen


Fast ein wenig die Huhn und Ei Situation.

Hier entdeckte ich auch eine ganz spezielle Pflanze: Tumbleweed. Zur Verbreitung der Samen verdorren e
inzelne Äste dieses Strauchs und brechen schlussendlich ab, um vom Wind weitergetragen zu werden. Wir fanden auf unserer Reise diese vagabundierenden Pflanzenteile immer wieder.
Mehr auf http://de.wikipedia.org/wiki/Tumbleweed

Wir fahren anschliessend nordwärts und entdecken am Rand
der Autobahn ein wahres Kleinod: das Texas Canyon. Etwas Ähnliches wie die Devils Marbles in Australien, aber nicht so ausgedehnt und kaum erschlossen.

Wir erreichen vor dem Einnachten Morenci (1240 m üM), wie sich herausstellt eine Mienenstadt mit der zweitgrössten Kupfermine der Welt. Es gibt nur ein Motel, es heisst ebenfalls Morenci.  / Tagsüber 35°, nachts 20°C  /  Gefahrene Strecke: 386 km
 Di 10. Mai

Die Berge Arizona's
und der
Petrified Forest





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Die "Open Pit" (=Tagbau) Kupferminen liegen an unserem Weg nach Norden. Schon imposant. Siehe Bilder. Und dann folgen über 100 km nicht enden wollende Strasse die sich über die Kreten bewaldeter Bergketten windet. Einsam und verlassen auf über 2400m üM.. Manchmal hat man sogar das Gefühl wir seien in unseren Bergen oder im Jura, ausser dass keine Zivilisation auszumachen ist. Auch ist es kalt und windig geworden. In den Tälern scheint Wildnis zu sein. Jedenfalls ist unten keinerlei Zivilisation in Sicht. Und das in Arizona, wo man nur an Wüste und Kakteen denkt! Im Winter soll es hier Schnee haben, und nicht einmal wenig.

Das Ziel von heute waren die beiden Nationalparks.
Wir treffen am späteren Nachmittag ein und sehen uns mal um. Das erste mal auf unserer Reise lausiges Wetter. Kalt, nur mal kurz zwischendurch etwas Sonne.

Petrified Forest: (Versteinerte Baumstämme*) Sie liegen auch ausserhalb des Parks herum und werden dort in grösseren oder kleinen Stücken an die Touristen verkauft. So bleibt die ganze Pracht nur im Park erhalten. Ein Auflesen und mitnehmen ist da streng verboten, bzw. sau teurer. Ausserhalb sind sie jedenfalls billiger zu haben.
Painted Desert: (Gemalte Wüste) Verschiedene Gesteinsschichten in unterschiedlichen Pastelltönen. Erst im Sonnenlicht kämmen sie so richtig zur Geltung.

Leider wollte die Sonne partout nicht scheinen.
Für die Pastellfarben der "Painted Desert" nicht gerade ideal. Für die Brauntöne des "Petrified Forest" auch nicht. Schade.

* Hier eine Erklärung, wie die verschiedenen Farben entstanden sind (aus einem Factsheet)
Rot und Pink: Hematit, eine Form von oxydiertem Eisen
Gelb, Braun und Orange: Reines Eisen. Kommt in Gestein sehr selten vor, aber in in den meisten Meteoriten
Weiss: Reines Silizium
Schwarz: Organischer Kohlenstoff oder Pyrit
Violett und Blau: Mangandioxyd


Wir übernachten im Ramada Inn in Holbrook (1540
m üM)   /  Gefahrene Strecke: 393 km
Mi 11. Mai

Painted Desert

Keine Bilder
(Schlechtes Wetter)


Wir versuchen es heute morgen nochmals in der Painted Desert. Aber nicht viel besser. Daher gibt es hier keine Bilder.
Nach den letzten vergeblichen Fotoversuchen geht es zum Canyon de Chelly, einem der Höhepunkte. Das Wetter ändert sich wieder zu unseren Gunsten.

Wir übernachten im Holiday Inn in Chinle beim Canyon der Chelly (1680 m üM), 129 $, mit allen Taxen macht es dann 154 $
Das Gebiet vom Canyon der Chelly ist Navajo Indianer Reservat. Hier kommt nicht nur die Arizona State Tax von 7.05% dazu, sondern auch noch eine Navajo Nation Tax von 8% und eine Navajo Nation Sales Tax von 4%. Die humane und clevere Art die Bleichgesichter zu skalpieren.

Die Temperatur war tagsüber 35°, nachts immer noch 20°. Halt wieder Wüste  /  Gefahrene Strecke: 274 km
Do 12. Mai
Canyon de Chelly


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Ein faszinierender Canyon, wie wir bereits am Vorabend nach einer kurzen Inspektionsfahrt entlang des Rims feststellten. Nach dem Training zu den Indian Gardens im Grand Canyon mit den folgenden 3 Tagen Wadenspanner war der Fussmarsch zum "White House" (Ruinen einer alten Indianersiedlung) ein Klacks. 1 Stunde runter, 50 Minuten rauf. Rauf ging auch deshalb schneller, da wir all die Fotos beim Abstieg machten. Seht selbst. 2½ Meilen (4 km) hin und zurück,

Unten angekommen trafen wir auf eine Horde Touristen, alle auf Pickup Trucks angekarrt. Sie wurden kurz darauf wieder weggekarrt. Den wunderschönen Abstieg möchte ich trotzdem nicht missen.

Was auffällt: Die vielen streunenden Hunde, die einem mit so treuen Augen anschauen und um Futter betteln. Ein Schauspiel, das sich überall in den Reservaten wiederholte. Ob die Indianer ein anderes Verhältnis zu Hunden haben? Wir beobachteten ausserdem etliche freilaufende Pferde.

Wir übernachten im Motel Wetherill Inn in Kayenta (1710 m üM), auch Indianer Reservat und die entsprechenden Taxen
  /  Gefahrene Strecke: 297 km
Fr 13. Mai

Monument Valley
und 4 Corners





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Heute geht's zu einem weiteren Höhepunkt: Monument Valley. Kennen wohl alle, mindestens von Fotos und Filmen her.

Früher konnte man auf der Hauptstrasse durchfahren. Jetzt führt eine Strasse zu einem Besucherzentrum und einem Hotel, beides in der Navajo Indian Reservation. Eintritt 5 $ pro Person. Eigentlich ganz passabel, vor allem wenn man bedenkt, dass man dann auch mit dem eigenen Auto den Parcour um all die Felsen herum abfahren kann. Die "Strasse" ist nur festgewalzter Dreck mit vielen Steinen dazwischen. Mehr wie mit 15 mph kann man nicht fahren.
Viele wählen deshalb die geführten Touren.

Wir fahren weiter nach Cortez, dem Ausgangspunkt für den Mesa Verde. Aber vorerst machen wir einen kleinen Abschwenker zu den 4 Corners. Das ist der einzige Punkt in den USA, wo 4 Staaten zusammen stossen: Utah, Colorado, Arizona und New Mexico. Alle 4 Grenzen sind gerade Linien, früher mal am grünen Tisch gezogen. Auch dieser Fleck Erde wurde den Indianern übergeben. Sie haben ihn neu gestaltet (siehe Bilder), dafür kostet es jetzt 3 $ Eintritt pro Person.

Auf unserer Fahrt wurden wir von einem Demomarsch aufgehalten. Auch Polizei war da.
Wie sich heraus stellte nur um den Verkehr zu regeln. Es war nämlich eine friedliche Demo der "First Nation Health". ("First Nation" so nennen sich neuerdings die Indianer) Es gehe um Diabetes, Herzkrankheiten und Krebs erklärte man mir. Brauchen die Indianer je länger je mehr. Wenn sie nicht höllisch aufpassen, holen sie diesbezüglich zu den Bleichgesichtern auf. Auch zu den schwarzen Bleichgesichtern. Was man da in den USA da an kaum mehr gehfähigen schwabbeligen Fettansammlungen sieht, ist unglaublich. Männlein und Weiblein. Schwarz und Weiss. Es lebe die Gleichberechtigung. Die Marschteilnehmer wurden von vielen Sympathisanten erwartet. Auch von Solchen, denen der Marsch sicher auch gut getan hätte....

Wir übernachten In der Econo Lodge in Cortez, 1880 m üM  /  Gefahrene Strecke: 299 km
Sa 14. Mai

Mesa Verde


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 Heute geht es in den Mesa Verde Nationalpark. Hier lebten einst die Anasasi Indianer. Seit ein paar Jahren darf man allerdings nicht mehr Anasasi sagen. Wenn neue Leute ans Ruder kommen wird erst mal Vieles umbenamst. Ist auch anderswo so. So können sie sich profilieren, ohne etwas konkretes leisten zu müssen und nachher sind ohnehin die Anderen an allem Übel schuld. Jedenfalls hat man heute nur Vermutungen, weshalb sie weg gezogen sind.
Mehr über Mesa Verde findet man in Wikipedia

Am Schluss der Bilderserie deshalb noch ein paar Bilder aus Durango.

2 Übernachtungen in der Durango Lodge gleich neben dem Bahnhof in Durango (1980 m üM)   /  Gefahrene Strecke: 177 km
So 15. Mai

Durango - Silverton Railway



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Video Bahnfahrt
Mit der Durango & Silverton Narrow Gage Railroad fahren wir in historischen Eisenbahnwagen nach Silverton, einem alten Goldgräber Städtchen. 3½ Stunden benötigt die Dampflok hinauf, Nach 2 Stunden Aufenthalt geht es wieder zurück.
Narrow Gage heisst hier 36 inch = 91.44 cm, also noch schmäler als die 1 m Spur der Rhätischen Bahn.

Im Städtchen hat es einige Restaurants. Unseres rühmt
sich nicht nur das Älteste am Ort sondern damals auch das grösste Bordell gewesen zu sein. Da haben wir denn auch zu Mittag gegessen. Ich eine Forelle aus den Flüssen Colorado's. Exzellent.
Die Foto von Heiri habe ich nur deshalb gemacht, um mit der Kamera unbemerkt abzuschwenken und unsere Tischnachbarn zu fotografieren. Sie legten sehr Wert darauf ein Diet Coke zu erhalten, bestellten aber gleichzeitig grosse Hamburgers. Am Schluss dann eine Riesenportion Dessert. Man sieht's Vater, Mutter und Tochter an.


Die Gegend hat viel Ähnlichkeit mit dem Engadin und dem Nationalpark. Die Fahrt in diesen alten Wagen und mit der Dampflok macht die Sache allerdings einiges spektakulärer. Seht selbst. Mehr auf http://
www.durangotrain.com

Heute lassen wir das Automal stehen. 0 km
Mo 16. Mai

Durango - Moab


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Heute geht's weiter nach Moab, dem Ausgangspunk für die Fahrten zu den beiden Nationalparks Arches und Canyon Lands. Die Fahrt führt uns nochmals nach Silverton. Auf der Strasse ist die Sache aber wenig spektakulär. Die Schluchten entlang des Flusses fehlen. 

Wir sind übrigens längst nicht mehr in Arizona, sondern in Colorado. Auf über 2000 m üM. Man sieht's. Schaut euch die Bilder an. Der Winter macht sich immer noch bemerkbar. Wir kommen nach Ouray. "Switzerland & America".

Dann machen wir noch einen kleinen Abstecher nach Telluride, in einem Reiseführer als mondäner
Wintersportort gepriesen. Seht euch die Bilder an! Ausser einem Hotel, das längst bessere Zeiten gesehen hat, nur Ferienhäuser. Wie Löchrige Strassen und ein paar in den Wald geschlagene Schneisen für mickrige Pisten und Skilifte einen mondänen Wintersportort ergeben sollen? Der Abstecher war für die Katz. Wir fahren gleich weiter nach Moab. Das liegt dann bereits in Utah..

Moab (nur noch 1230 m üM): Wir bleiben gleich 3 Nächte in der River Canyon Lodge, eines der schönsten und grössten Zimmer auf unserer Reise  /  Gefahrene Strecke: 426 km
Di 17. Mai

Arches


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Das Wetter sieht am Morgen nicht gerade Vielversprechend aus. Wir fahren trotzdem mal los. Eigentlich wollten wir zuerst in den Canyon Land Nationalpark fahren. In Richtung Arches öffnen sich aber die Wolken. Also erst mal da hin. Es hat sich gelohnt. Am Nachmittag wichen die Wolken oft der Sonne. Man musste nur etwas Geduld haben. Das sei eben Utah Wetter, sagte man uns. Seht die Bilder an, vor allem vom Fussmarsch zum Delicate Arch. (Vor 2 Jahren lag das zeitlich nicht drin)

Arches sind keine Archen wie die Arche Noah. Auf Englisch bedeutet Arches Bögen, Torbögen, Gewölbe.
Der Arches Nationalpark ist voll solcher im Laufe der Zeit entstandenen Bögen, manchmal auch Bridges (Brücken) genannt. Um die Landschaft in ihrer ganzen Farbenpracht zu geniessen muss man eigentlich hin fahren. Fotos können diese nur schwer wiedergeben, auch weil sich sie Farben mit der Sonne sehr stark ändern. Und durch die Sonnenbrille sieht das Ganze dann nochmals ganz anders aus. In 3D müsste man die Fotos auf eine Leinwand projizieren können. Oder auf einem 3D-Fernseher. 
Mehr in Wikipedia

 Obwohl ganz in der Nähe, der Park ist weitläufig. Wir fuhren heute trotzdem 108 km
Mi 18. Mai
Canyonlands


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Wiederum schlechtes Wetter am Morgen. Wir fahren trotzdem zum Canyonland Nationalpark.
Zwischen  hin
ein guckte mal die Sonne zwischen den Wolken durch. Dann entstanden die wenigen Fotos.

Dieser Park besteht aus 2 Teilen, einem Oberen, von Moab aus erreichbar und einem Unteren. Wir besuchen den Oberen.
Vor 15 Jahren besuchte ich den Unteren, glaube ich. Der war nämlich ganz anders.

Der Park ist etwas weiter weg. Es kommen 175 km zusammen
Do 19. Mai

Goblin Valley


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Heute steht eine längere Fahrt bevor: Zum Capitol Reef Nationalpark. Eine direkte Verbindung "quer hinüber" gibt es nicht. Zuerst mal rauf (nach Norden) auf den HWY 70, dann ein rüber (nach Westen) und wieder runter (nach Süden). Oft schnurgerade über lange Strecken,gleichgültig ob es da rauf oder runter geht.

Dabei sollte man das wenig bekannte Goblin Valley nicht einfach links, bzw. rechts liegen lassen.
D i e Überraschung, die nach einem nur ganz kleinen Abstecher plötzlich auftaucht. Ganz anders als alles bisher gesehene. Seht selbst!
Die "Goblins" bestehen aus einem braunen Sandstein. Die weissen Flächen sind Salzablagerungen.
 Als wir dort waren, hat gerade eine ganze Schulklasse auf diesen Dingern herum getollt. Sie haben's überlebt. Wie die Kinder, bzw. deren Kleider nachher ausgesehen haben? Es hat vorher geregnet!

Wir übernachten im Motel Sandstone in Torrey, 1680 m üM   /  Gefahrene Strecke: 316 km
Fr 20. Mai

Capitol Reef

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Escalante Staircases


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Den Capitol Reef Nationalpark haben wir uns bereits am Vortag etwas angesehen. Ein Teil davon liegt nämlich gleich an der Hauptstrasse.
Heute sind wir dann in den imposanteren Teil vorgedrungen. Es ist allerdings nur eine Naturstrasse, am Schluss mit einem schönen gedeckten Rastplatz für's Picknick. Den Rest geht man dann zu Fuss,

Capitol Reef und die Escalante Staircases liegen relativ nahe beieinander. Dazwischen sind aber 2 Pässe, einer davon 2926 m. Neben der Strasse lag immer noch etwas Schnee und es war kalt und windig. 

Die Escalante Staircases umfassen ein riesiges Gebiet, das sich über eine Länge von fast 100 km erstreckt. Von 1800 m Höhe treppenförmig (Daher der Name) runter zum Lake Powel auf 1100 m üM .Wir besuchten nur den nördlichen Teil an der Hauptstrasse. Zum See runter führt nur eine Naturstrasse und dazu müsste man wohl einen 4-wheel drive haben.

Die
Escalante Staircases sind kein Nationalpark, sondern "nur" ein National Monument. Damit hat es eine besondere Bewandtnis: Ein Nationalpark muss vom Parlament beschlossen werden, ein National Monument kann der Präsident alleine beschliessen. Das Gebiet hätte für Kohlebergbau genutzt werden sollen und Präsident Clinton hat es im letzten Moment zum National Monument erklärt. Die örtlichen Politiker und mit ihnen die Spekulanten waren stocksauer. Clinton hat ihnen das lukrative Geschäft im letzten Moment vermasselt. Arbeitsplätze für die lokale Bevölkerung wollten sie schaffen - sagten sie. Aber ich frage mich, weshalb es im Südwesten so viele zugewanderte Mexikaner hat, die oft nicht einmal elementarste Kenntnisse des Englischen haben. Ja es gibt sogar eine eigene Supermarkt-Ladenkette. Alles Spanisch angeschrieben, alle Lautsprecherdurchsagen nur auf Spanisch.

Wir übernachten im Motel Prospector in Escalante, 1770 m üM
  /  Gefahrene Strecke: 180 km
Sa 21. Mai
Kodachrome Bassin


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Wir fahren in Escalante weg und entdecken auf dem Weg zum Kodachrome Bassin noch Einiges.

Das Kodachrome Bassin liegt an unseren Weg zum Bryce Canyon, da lohnt sich ein Halt auf alle Fälle.
Den Namen trägt es sicher zu recht. Sandstein-Felsen in vielen pastellartigen Farben. Übrigens recht bröckelig. Es "brösmelet" einfach auseinander.

Kodak's Anwälte hatten anfänglich diesen Namen verboten. Bis dann die Marketing-Leute fanden, dass dieser Name ja Gratisreklame wäre. So hat Kodak dann zurück gekrebst.
Sa 21. Mai
So 22. Mai

Bryce Canyon


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Jetzt kommen wir zum einem weiteren Höhepunkt unserer Reise: Dem Bryce Canyon.
¤ Zwar bei weitem nicht so gross wie das Grand Canyon und doch irgendwie noch einzigartiger.
   Alles noch in "Reichweite"
¤ Auch lang gezogen, wenn auch nicht so lange wie das Grand Canyon.
   Man kann hier mit dem Auto dem Rim entlang zu den verschiedenen Aussichtspunkten fahren.
¤ Es geht auch ganz schön hinunter, wenn auch wesentlich weniger tief wie das Grand Canyon.
   Dafür reichte es gleich für 2 Abstiege.
   Der Erste gleich nach unserer Ankunft, der Zweite am nächsten Tag.
¤ Ein einzigartiges Farbenspiel der Rottöne, erst recht am Abend kurz vor Sonnenuntergang.

Das Bryce Canyon liegt auf gegen 2500 m Höhe. Vor 3 Wochen soll hier noch Schnee gelegen haben.

Die letzten Fotos der Serie zeigen etwas andere Farben. Ich habe sie während des 2. Abstiegs mit meinem Rollei-Gespann gemacht. Wesentlich grösser zum Mitnehmen, dafür aber ein 28 mm Weitwinkel, da kriegt man mehr aufs Bild. Die kompakte Fuji W3 hat leider nur 35 mm.

Zum Übernachten müssen wir etwas weiter fahren, nach Panguitch   /  Gefahrene Strecke: 171 km
Die folgende Nacht übernachten wir dann im wesentlich schöneren "New Western Motel" in Panguitch   /  Gefahrene Strecke: 152 km
Mo 23. Mai

Zion Nationalpark



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Eigentlich wollten wir heute noch ins Cedar Bricks fahren. Gestern mussten wir aber feststellen, dass die Strassen dorthin wegen Schnee geschlossen sind. Cedar Bricks liegt auf gegen 3000 m Höhe. So fuhren wir direkt zum Zion Nationalpark.

Seit 1970 kann man nicht mehr nach Hinten in den "Schlitz" fahren. Statt dessen fahren Busse. Die verfügbaren Parkplätze reichten schlichtweg nicht mehr.

In diesem engen Tal sind zum fotografieren auf der Gegenseite immer wieder die Berge im Weg. So kam schon wieder mein altes Rollei-Gespann (2 Kameras auf einer Schiene montiert) zum Einsatz. Das hat einen 28mm Weitwinkel, die Fuji W3 nur 35mm, zu wenig wenn hinten schon wieder Berge im Wege stehen und man deshalb nicht weiter zurück kann.

Nun waren 3 Wochen unserer Ferien vorbei, alle unsere Etappen abgeklappert und noch eine ganze Woche "vorig". So beschlossen wir noch nach Kalifornien zu fahren. Heute reichte es bis Barstow, Nach St. George ein radikaler Landschaftswechsel. Nach einer mit der Schweiz sehr gut vergleichbaren Szenerie - allerdings kaum Dörfer - ein recht abrupter Wechsel zur Wüste. Ein Abstieg von über 2000 m auf weniger als 600.

Wir übernachten im Hotel Ramada, Barstow  /  Gefahrene Strecke: 639 km
Di 24. Mai

San Diego



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In einem Schnurz fuhren wir von Barstow nach San Diego. Wüste und Berge mit Wüstenvegetation. Die Berge sind mit Smog verhangen, gegen das Meer strahlt dann aber wieder die Sonne. Wir fahren gleich mal an die Küste und finden eine schöne Parklandschaft vor, mit einem "Dörfli" für die Touristen. Auch für die Touristen: Ein alter, nun zu einem Museum umfunktionierten Flugzeugträger. Dann geht's in die Innenstadt.

Hier fallen uns erstmals ziemlich verlumpte und verdreckte Gestalten auf, die auf Parkbänken herum sitzen oder gar schlafen. Vor sich entweder einen grossen Sack oder gar ein Kinderwagen oder ein Einkaufswägeli aus einem Supermarkt, vollbepackt mit all ihren Habseligkeiten die ihnen noch verblieben sind. Ein Resultat von 8 Jahren Bush oder dem Quasi Bankrott von Kalifornien?
Rund um das Gerichtsgebäude fallen uns auch die vielen Läden mit der Aufschrift "Bail Bonds" auf. Wenn Angeklagte zu einem weiteren Termin erscheinen müssen, haben sie die Wahl, entweder diesen im Knast abzuwarten oder eine Kaution zu hinterlegen, so hoch bemessen, dass sie sicher kommen. Diese Büros helfen ihnen diese Summe zu beschaffen. Da die USA keine Einwohnerkontrolle haben wie wir, scheint das die einzige Möglichkeit zu sein, zu verhindern dass die Leute untertauchen.

Wir finden auch gleich noch den Bahnhof. Offensichtlich fahren heute auch Amish mit der Bahn, obwohl Elektrisch.
Der Küste entlang fahren wir
dann etwas weiter Richtung LA.

Wir übernachten unterwegs im Motel Quality Inn in Incinitas, einer kleinen Ortschaft am Pazifik zwischen San Diego und L.A.  /  Gefahrene Strecke: 364 km
Mi 25.Mai

Pazifik + Venice


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Am Morgen geht's erst mal zum Meer, um unsere Füsse etwas im kalten Pazifik zu schwadern. Heiri taucht sogar einmal ganz unter. Mir ist es zu kalt, vor Allem weil auch noch ein starker Wind weht. Dann geht's der Küste entlang weiter.

Langsam kommen wir nach L.A. Wir wollen noch den Strandabschnitt Venice im Stadtteil Santa Monica aufsuchen. Dort soll es Strassentheater usw. geben. Jedenfalls soll da viel los sein. Stadt dessen ein heruntergekommenes Quartier. Zwar viel Publikum, aber welches? Seht selbst.

Wir hoffen dort in der Nähe auch gleich ein Motel zu finden. Denkste. Erst weit und breit nichts, dann alles besetzt. Wir landen in einer abbruchreifen, heruntergekommenen Bude
mit gleichermassen heruntergekommen Gästen. Und das für 69 $. Die Katastrophe, die mir auch gleich noch den anderen Tag versaut. L.A. wird bei mir noch lange in Erinnerung bleiben. /  Gefahrene Strecke: 190 km
Do 26. Mai

Los Angeles
+ Hollywood






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Schon vor 6 Uhr sind wir aufgestanden und haben uns ein Frühstück gemacht. Nein,nicht im Zimmer. Es stank nach abgestandenem Zigarettenrauch. Der Kofferraum des Autos war unser Tisch. Haushaltpapier das Tischtuch. Orangensaft, Milch, Flocken, Brot, Konfitüre (Bio), Käse, Früchte. Nur der Kaffee fehlte halt. Dann ."Schnell verlässt er diesen Ort und begibt sich weiter fort", wie es bei Wilhelm Busch so schön heisst.

Im Stossverkehr über die Autobahnen
nach Downtown L.A. War gar nicht so schlimm. Downtown L.A.? Nichts besonderes, halt Wolkenkratzer, wie in anderen Grossstädten auch. 1 Stunde hielten wir es in Downtown au. 9.16 $ Parkgebühr. Ums Fotografieren ist es mir heute überhaupt nicht, nach dem gestrigen Fiasko.

Nun wollen wir nach Hollywood. Um etwas zu sehen fahren wir nicht via die Autobahnen. Und wo führt uns das durch? H
eruntergekommene Quartiere, hauptsächlich von Hispanics bewohnt. Eine Dunstglocke und viele, viele Ampeln, wir kommen nur langsam vorwärts. Wir nehmen schlussendlich dann doch wieder die Autobahn .Hollywood und Sunset Boulevard - oder das was davon noch übrig geblieben ist - ist auch nicht mehr das was es war. Über weite Strecken recht heruntergekommen.

Wir machen uns dann halt bereits daran, L.A. den Rücken zu kehren. Wir kommen dabei durch die Quartiere mit den hinter grünen Hecken versteckten Villen. Zu Essen gibts da nichts. Wir schlagen nochmals unser "Kofferraum - Restaurant" auf, mitten in den Villen. Niemand stört uns. Jetzt aber zusammenpacken und Richtung Death Valley, unser nächstes Ziel.


Das Fiasko mit dem Motel, die falschen Erwartungen von Venice usw. haben mich wohl negativ geprägt. Selbst die Lust am Fotografieren ist mir vergangen. Trotzdem, mein Rat: Wer nicht Disneyland oder die Universal Studios besuchen will, halte sich von L.A. besser fern.

Unser nächstes Ziel ist das Death Valley. Wir schaffen es heute noch bis nach Mojave. Dieses mal leisten wir und das beste Motel am Ort..

Best Western, 88 $, obwohl etliche schon unter 50 $ anpreisen. Nach der letzten Nacht......
  /  Gefahrene Strecke: 216 km
Fr 27. Mai
Sa 28. Mai
 
Death Valley
Furnace Creek Ranch


Diaschau
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Auf ins Death Valley! Zuerst geht's mal rauf auf 4956 Fuss = 1510 m. Aber jetzt runter auf 0. Das scheint es zu sein. Aber nein, es geht nochmals ganz rauf und nochmals runter. Aber jetzt ist es da. Der tiefste Punkt im Death Valley: 85.6 m unter dem Meeresspiegel. Schaut euch einfach die Bilder an.

Tagsüber 36°, nachts immer noch 24°C / Wir übernachten auf der  Furnace Creek Ranch, gleich im Death Valley   /  Gefahrene Strecke: 334 km

Am Damstag wird's noch heisser. 104°F, das sind 39°C. Das bei extrem starkem, sturmartigem, aber trockenem Wind. Es blies einem fast fort. Der Air Conditioner im Auto lief auf Hochtouren. Der Benzinverbrauch stieg stark an. Vorher fuhren wir fast 50 Meilen mit einer Gallone Benzin (4.7 l/100 km), jetzt sind es noch etwa 33 (7 l/100 km).

Das Hotel
Furnace Creek Ranch ist eine wahre Oase in der Wüste. Es gehört zum Nationalpark Mit grossem Schwimmbad, 29°C sagte man mir, ich glaube es war noch mehr. Das Wasser komme aus einer heissen Quelle. Es wird nachher zum Besprengen des Rasens benützt. Es scheint sogar für einen Golfplatz zu reichen. Nebenan fanden wir auch noch eine grosse Palmenplantage. Mitten in der Wüste? Muss wirklich sein? Die Lösung: Das Wasser ist das Abwasser  aus den Hotelzimmern. Natürlicher Dünger ist da auch gleich drin... Allerdings steht dann auf einer Tafel, dass man die Datteln nicht essen kann.

Auch sonst scheint man recht umweltbewusst zu sein. Aber weshalb hat man auf den Dächern  keine Sonnenkollektoren montiert, fragten wir uns. Nun, wir fanden sie nebenan. Weshalb sich diese Mühe machen, wenn in der Wüste genügend Platz vorhanden ist, wo man sie erst noch optimal ausrichten kann.

Wie wären gerne einen weiteren Tag geblieben, aber es war alles ausgebucht. Ein langes Wochenende (Memorial Day) stand bevor.


Am späten Samstag Nachmittag geht es nun aber zurück Richtung Las Vegas, am Dienstag fliegen wir ja bereits zurück. Wegen dem langen Wochenende befürchten wir in Las Vegas kein Zimmer mehr zu finden und übernachten etwas vorher in Pahrump. Wohlweislich haben wir via Internet reserviert. Ein weitere Los Angeles Debakel möchten wir nicht noch als krönenden Abschluss.

Tagsüber bis 41°, nachts 24°C / Wir übernachten Im Hotel - Casino Saddle West in Pahrump, Nevada  /  Gefahrene Strecke: 183 km
So 29. Mai
Mo 30. Mai
Fotos:
siehe Anfang

Die letzten 2 Tage vor unserer Abreise verbringen wir in Las Vegas. Noch letzte Fotos und Einkäufe im riesigen Outlet Shopping Center. Es gibt je eines im Norden und im Süden.

Wir übernachten im Hotel-Casino Excalibur am Strip  /  Gefahrene Strecke: 92 km
Di 31. Mai
Der letzte Tag. Kurz nach 4 Uhr heisst es aufstehen. Etwas vor 5 fährt der Shuttle Bus zum Flugplatz.
Hotels + Motels
Eine Bilderserie, die ich aus Fotos von Heiri zusammengestellt habe.
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Benzin
Gefahrene Strecke:6700  km
Benzinverbrauch mit "unserem" Prius: 333 lt (4.98 lt/100 km, Air Condition praktisch immer eingeschaltet, bei Aussentemperaturen bis 41°C auch bitter nötig)
Benzin kann hier bis zu 10% Ethanol enthalten, was den Verbrauch etwas erhöht.
Benzinpreis zwischen 3.78 und 3.98 $ pro Gallone, also etwa 1 $ oder 90 Rp pro Liter

Hier rechnen sie mit Meilen die das Auto pro Gallone fährt, so wie wenn wir sagen würden, das Auto fahrt so und so viele km mit einem Liter Benzin. Ob diese Sichtweise eher
zum Benzinsparen motiviert? Immerhin sieht man diese grossen Ami-Schiffe nicht mehr, die Wagen haben dieselbe Grösse wie bei uns. Auch von den spritfressenden SUV's gibt's kaum mehr wie bei uns, eher weniger! Dafür sieht man viel mehr Priusse. (Dafür habe ich natürlich ein besonderes Auge) Kleinwagen sieht man allerdings praktisch nie.
Hier eine Tabelle
m.p.g 20 25 30 35 40 45 50 55 60
lt/100km 11.8 9.4 7.8 6.7 5.9 5.2 4.7 4.3 3.9
Tankstellen
Zuerst tanken, dann drinnen bezahlen: Das gibt es hier nicht. Zuerst bezahlen, dann tanken. Nur, wie soll man wissen, wie viel hinein gehen wird. Es scheint, dass die Leute hier nicht voll tanken. Wir haben uns so beholfen, dass Einer rein ging und wartete bis der Andere den Tank gefüllt hatte.
Den Reifendruck zu prüfen scheint hier auch fast ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Da müsste man selbst einen Reifendruckmesser dabei haben. Es hat zwar meist irgendwo einen Schlauch für Druckluft. Nur wie soll man wissen wie viel da hinein pumpen?
Also am Besten den eigenen Reifendruckmesser von zu Hause mitnehmen!Wahrscheinlich wäre so unser Benzinverbrauch noch Einiges tiefer ausgefallen.
Verkehr
Man findet sich sehr schnell zurecht: Alle Strassen sind nummeriert. Gerade Nummern für Ost-West Richtung, Ungerade für Nord-Süd. An den Abzweigungen steht neben der Nummer auch gleich die Richtung, Nord oder Süd, West oder Ost.
Bei den Ampeln dauern die Phasen wesentlich länger als bei uns. Da gehen dann zwar mehr Autos durch, es bedeutet allerdings auch längere Wartezeiten.
Grüne Wellen scheint man nicht zu kennen. Dafür darf man bei Rot, nach einem Stopp rechts abbiegen, sofern nicht "No right turn on red" steht. Rot blinkend heisst Stoppstrasse, gelb blinkend Achtung, grün blinkend heisst Gegenseite hat Rot, ich kann also gefahrlos links abbiegen.
Hotels
Motels
Die Preise gelten immer fürs Zimmer, nicht pro Personen, ohne Taxen.
Wir hatten immer ein Zimmer mit grossen 2 Queen Size Betten.
Heutzutage oft mit "Continental Breakfast", ein bescheidenes Angebot
in der Umgebung der Reception. Saft, Toast, Cereal, manchmal auch Wafers (Bäckt man mit einer Maschine selbst, eine Art Omlett-Teig, eine mantschige Angelegenheit und darüber schüttet man dann eine süsse klebrige Masse) Die Erste war gleichzeitig meine Letzte.

Fast immer hat es im Zimmer eine Filter-Kaffeemaschine samt Pulver usw. Meist auch einen richtigen Kühlschrank mit Gefrierfach, in dem man seine Vorräte kühl halten kann. (Nicht diese bei uns üblichen kleinen mit überteuerter Ware gefüllten Minibars)
Ein Getränkeautomat steht im Korridor oder draussen. Da gibt es auch gratis Eisklötzchen aus einer Eismaschine. Damit kann man seine Vorräte in einer "Colman" Box (19.98 $ + Tax bei Wallmart) für mindestens 2 Tage kühl halten. Noch ein Tipp: PET-Flaschen mit Wasser füllen und ins Tiefkühlfach legen. So gut wie Eiswürfel und wenn geschmolzen kann man das Wasser notfalls noch trinken. Eiswürfel in leere Flaschen mit grosser Öffnung abfüllen, dann gibt es keine Sauerei mit dem Wasser.

Fast immer hat es ein Bügeleisen samt Bügelbrett und manchmal  sogar einen Microwave Oven.
Und das ganz Besondere: Oft ein Hot Pool, d.h. ein heisses Sprudelbad um die Glieder nach einem strengen Wandertag wieder zu regenerieren. Nachher schläft's sich wie ein Murmeltier.


In den Preisangaben oben habe ich auch die Taxen eingerechnet. Manchmal bekamen wir 10% Senior-Rabatt. Vor allem dort wo sie AAA Mitgliedern (American Automobil Club) 10% Rabatt geben. Wir kamen im Durchschnitt mit 90 $ pro Nacht weg. Für 2 Personen!
Internet
WLAN oder WIFI gab's praktisch in allen Hotels und das gratis. So konnte ich Anni via Skype anrufen. (2.9 Rp pro Minute)
In Hotels der Kette Super 8 wollen sie allerdings, dass man mit einem über 10-seitigen Ukas zustimmt und dann erst noch seine eMail Adresse hinterlässt. Ich verzichtete, auch auf weitere Übernachtungen in Super 8 Motels.
Wein
In den meisten Restaurant gibt's keinen Alkohol ausser sie seien "Licensed", was je nach Staat öfters bis kaum vorkommt. Da kamen wir dann ab und zu doch zu einem Glas Wein. In Kalifornien produzieren sie nicht nur Cabernet Sovignon, sondern auch einen ganz passablen Pinot Noir. Kostet pro Glas etwa gleich viel wie bei. Ihre Gläser sind aber eindeutig grösser.
Trinkgeld
In den Restaurants gibt man 20% Trinkgeld, das man entweder auf dem Tisch liegen lässt oder auf dem Kreditkartenausdruck einträgt. Das Seevierpersonal hat nämlich praktisch keinen Lohn. In Utah nur 2 $ pro Stunde. Dafür sind sie aber auch so auffallend freundlich.


°F für
Temperatur
Temperaturen sind immer noch in °F angegeben. In Nationalparks auch in°C. Faustregel:
   40°F = kalt (4°C)
   50°F = kühl (10°C)
   60°F = frisch (16°C)
   70°F = angenehm
(21°C)
  
80°F = recht warm (26°C)
  
90°F = heiss (32°C)
 100°F = Körpertemperatur (37°C)
Jedes weitere °F ist etwa ½°C
Schokolade
Schockoladeliebhaber nehmen am besten gleich ihr ganze mutmassliche Ration aus der Schweiz mit. Wer sich das Schockoladenessen hingegen abgewöhnen will, verlegt sich auf die Marke Hershey. Hier die weitaus am Meisten verbreitete Marke, schon fast ein Monopol. Hier zeigt sich anschaulich, dass Monopole der Qualität abträglich sind. Mir scheint, dass da alle Zutaten einfach lieblos kurz gemischt und dann irgendwie zu Tafeln gepresst werden. Wie Wein hat diese Schokolade sogar einen Abgang, allerdings einen eher penetranten. Wie man  - gemäss Deklaration - gute Zutaten so verkorksen kann! Die "grusigste" Schokolade meines Lebens, dagegen ist selbst noch eine Cadburys Luxus. Kein Wunder essen die Amerikaner so wenig Schokolade, nur diese Riegel mit irgendwelcher süsser Füllung.
Ab und zu findet man Nestlé Crunch (ganz passabel) oder gar Linth, in New Hampshire produziert. Bei Wallmart die 125g Tafel für 2.17 $ + Tax. Wir haben die Milchschokolade getestet, d.h. mit der mitgebrachten Linth aus der Schweiz verglichen. Kaum ein Unterschied und man kann nicht einmal sagen welche jetzt besser wäre !!! Man kann also wenn man will, auch in Amerika.




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